Immer wieder taucht die Kantonsstraße mit Stau oder stockendem Kolonnenverkehr in den Schweizer Verkehrsmeldungen auf: Die Baustelle mit Lichtsignalanlagen im Außerortsbereich verschärft seit rund einem halben Jahr die ohnehin schon angespannte Verkehrssituation. Die Kantonsstraße wird auf diesem Abschnitt saniert, auf neun Meter verbreitert und mit Radstreifen versehen.

"Wie angenommen gab es, da wir an mehreren Orten gleichzeitig gearbeitet haben, zum Teil größere Behinderungen für den Verkehr", sagt der zuständige Kreisingenieur Stefano Donatiello. "Wir konnten die Situation etwas entschärfen, indem wir die Lichtsignalanlagen während der Morgen- und Abendspitzenstunden durch den Verkehrsdienst gesteuert haben. So konnten die Wartezeiten vor den Anlagen etwas reduziert werden", so Donatiello. Auch habe man "wenn immer möglich" Lichtsignalanlagen
entfernt, wenn sie nicht zwingend gebraucht wurden.

Einen Monat schneller

Die Verantwortlichen seien sich bewusst, dass die Situation für den täglichen Verkehr unangenehm ist. Immerhin hat Donatiello eine positive Nachricht: Dadurch, dass an mehreren Orten gleichzeitig gearbeitet wurde, gab es zwar in den letzten Monaten mehr Behinderungen, aber die gesamte Baudauer kann etwas verkürzt werden. "Gegenüber dem ursprünglichen Bauprogramm haben wir einen Vorsprung von rund einem Monat", sagt der Kreisingenieur.

Rund drei Viertel der Arbeiten sind bereits abgeschlossen. "Der Ausbau von Laufenburg in Richtung Sisseln
wird nächste Woche, abgesehen vom Deckbelag, bis zur Abzweigung nach Kaisten abgeschlossen sein", sagt Donatiello. Die Werksunterführung der BASF und ein Bachdurchlass werden ebenfalls saniert. "Bis an Weihnachten sollten 80 Prozent der Arbeiten abgeschlossen sein." Bislang hat das schöne und trockene Sommerwetter den Bauarbeitern in die Hände gespielt. Abhängig von den Wetterverhältnissen im Winter rechnet der Kreisingenieur derzeit damit, dass die Bauarbeiten – ohne den Einbau des Deckbelags – gegen Ende Februar 2019 abgeschlossen werden können. Der Deckbelag wird dann im kommenden Sommer eingebaut. Vorher gebe es eine provisorische Markierung, erklärt Donatiello. "Der Radstreifen wird erst nach dem Deckbelagseinbau markiert."

Bereits seit rund zehn Jahren läuft die Projektierung der innerörtlichen Sanierung der Winterthurer-/Baslerstraße in Laufenburg/CH. Doch noch immer sind die Baumaschinen nicht im Einsatz. Das liegt auch an mehreren juristischen Einsprüchen. Zwar konnten Anfang 2018 die letzten Einwendungen ausgeräumt werden, doch der damals in Aussicht gestellte Baustart im August konnte nicht eingehalten werden. Der Grund liegt in den Kosten. Die Offerten waren höher als die bewilligten Kredite, da das Projekt im Laufe der Zeit weiterentwickelt wurde. So soll nun auch das letzte Teilstück innerorts von der Firma Balteschwiler bis zum Beginn der Außerortsstrecke saniert werden. Dies war bisher nicht Teil des Projekts.

Baustart am 14. Januar

"Wir prüfen derzeit zusammen mit dem Kanton, ob es finanziell aufgeht und die bewilligten Mittel reichen", sagt der Laufenburger Stadtrat Christian Rüede. Derzeit sehe es so aus, als ob die Stadt Laufenburg/CH keinen Zusatzkredit beantragen müsse. Da die Abklärungen immer noch im Gang sind, ist klar, dass der Baustart nicht mehr in diesem Jahr erfolgt. Laut Rüede wird derzeit der 14. Januar 2019 als Starttermin ins Auge gefasst. Die Bauzeit soll etwa zwei Jahre betragen. Geplant ist unter anderem die Neugestaltung Zufahrt zur Altstadt und eine Umgestaltugn der der Burgmatt, unter anderem um die Sicherheit für Fußgänger und Radfahrer zu verbessern. Auch der Verkehrsfluss soll optimiert werden. Die Arbeiten sollen dazu genutzt werden, auch neue Versorgungsleitungen zu verlegen.