Für den möglichen Bau eines atomaren Endlagers plant die Nationale Genossenschaft für die Lagerung radioaktiver Abfälle (Nagra) acht Sondierungsbohrungen auf dem Bözberg südlich Laufenburg. Seit 27. Februar liegt das Sondiergesuch 30 Tage lang in den Rathäusern jener Gemeinden aus, auf deren Gemarkung Bohrungen durchgeführt werden sollen: Bözberg, Effingen, Remigen, Riniken und Zeihen.

Wer von den Auswirkungen der Bohrungen in seinen Rechten und Pflichten betroffen ist, kann beim schweizerischen Bundesamt für Energie (BfE) innerhalb der 30-tägigen Frist Einsprache erheben. "Das gilt grundsätzlich auch für Bürger von deutschen Gemeinden", erklärte eine Sprecherin der BfW. Die Auswirkungen der Sondierbohrungen – Lärm, Verkehr und Licht – seien lokal begrenzt. Maßgebend sei der konkrete Einzelfall, jede Einsprache werde diesbezüglich geprüft.

Ende September 2016 reichte die Nagra beim BfE je acht Gesuche für Sondierbohrungen in den Gebieten Jura Ost und Zürich Nordost ein. Die Sondierbohrungen sollen der geologisch-hydrogeologischen Erkundung der Gesteinsschichten im Untergrund dienen. Für jedes Bohrgesuch wird ein eigenes Bewilligungsverfahren durchgeführt. Die Bewilligungen sollen voraussichtlich im Herbst 2018 erteilt werden.

Die Gesuchsunterlagen liegen 30 Tage lang öffenlich in den Gemeinden aus, in denen Bohrungen vorgesehen sind. Hier können sie auf den Gemeindekanzleien eingesehen werden. In jeder Gemeinde werden zudem auf dem Rathaus Sprechstunden angeboten, in denen Mitarbeitende der Nagra Fragen beantworten. Die Sprechstunden finden statt in Zeihen am Montag, 6. März, 16 – 19 Uhr, in Bözberg am Dienstag, 7. März, 16 – 20 Uhr, in Remigen am Montag, 13. März, 15 – 19 Uhr. In Riniken und in Effingen haben die Sprechstunden bereits stattgefunden. Die Gesuche können auch im Internet heruntergeladen werden:www.nagra.ch