Die Guggenmusik Schlossberghüüler ist nach 27 Jahren auf Abschiedstour, der Elferrat im Obi-Rausch: Am grenzüberschreitenden Fasnachtsumzug in Laufenburg lagen die Welten weit auseinander. Während die Narro-Altfischerzunft sich mit einem Dankeschön von den Laufenburger Hüülern verabschiedete, bemerkte der Elferrat auf seinem Wagen: „Conni, i gang glaub später in Obi, die bruchet immer Supermänner.“ Als Supermann gezeichnet war Bürgermeister Ulrich Krieger, der echte Krieger hielt sich weitgehend bedeckt, anders als Pfarrer Klaus Fietz.

Die Stimmung war wie abends zuvor am Häxefüür ausgezeichnet, das Wetter hatte seinen Anteil daran. Ein Hauch von Frühling lag in der Laufenburger Luft. 45 Gruppen mit gut 1600 Frauen, Männern und Kindern nahmen an dem von der Narro-Altfischerzunft und den Laufenburger Salmfängern veranstalteten Umzug teil. Einige Hästräger kamen wegen der milden Temperaturen ins Schwitzen, wie zum Beispiel die Berghexen, die Höllenknechte, die Waldgeister oder die Rappechlapf-Teufel, die dick eingemummt waren.

Beim Eintreffen der Grunholzer Paradiesvögel sagte Moderatorin Anita Schraner von den Salmfängern: „Wir sind auch gern im Paradies, bei dem Wetter erscheint es umso schöner.“ Die Organisatoren durften sich über ein enormes Interesse freuen: Vom Rathaus über die Laufenbrücke bis zum Marktplatz auf Schweizer Seite standen die Zuschauer dicht nebeneinander. Mancherorts gab es kein Entrinnen, wenn ein Maskenträger seinen Übermut mit dem Publikum teilen wollte. Viele Gruppen stammten aus der Region, ein paar hatten aber auch weite Wege auf sich genommen – unter anderem die Schwyzer Nüssler, die Toggenburger Waldhäxen aus Ebnat-Kappel, die Hohentwiel Burgteufel aus Singen oder die Basler Claraschnoogge.