An der Hans-Thoma-Schule in Laufenburg werden die sanierungsbedürftigen Flachdächer durch leicht geneigte Metall-Walmdächer ersetzt. Dies beschloss am Montag einstimmig der Gemeinderat. Stadtverwaltung und Architekt sollen zudem prüfen, ob die Installation eine Photovoltaikanlage auf dem Dach sinnvoll ist. Der Gemeinderat beschloss ferner das Material- und Farbkonzept für die Innensanierung. Wegen des Dachs steigen die voraussichtlichen Gesamtkosten der Sanierung auf rund 7,2 Millionen Euro.

Die Errichtung des in 80 Zentimeter Höhe auf das Flachdach aufgesetzten Walmdachs mit Aluminium-Eindeckung soll nach Berechnungen des Architekturbüros Ernesto Preiser fast eine Million Euro kosten, das sind fast 400.000 Euro mehr als ein erneuertes Folien-Flachdach. In seiner Kostenschätzung veranschlagt das Büro die Nutzungsdauer eines Foliendachs aber auf nur 25 Jahre, die des Walmdachs auf 50 Jahre. Damit sei das geneigte Dach zwar „teurer, aber auf die Nutzungsdauer gesehen wirtschaftlicher“, wie Bürgermeister Ulrich Krieger zusammenfasste. Zudem erleichtere das auch von der Arbeitsgruppe Schulsanierung empfohlene Walmdach die Errichtung einer Photovoltaik-Anlage auf der Dachfläche.

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Auch im Gemeinderat hatte ein Flachdach keine Fürsprecher. Er sei kein Freund dieser Lösung, erklärte der Grünen-Stadtrat und langjährige ehemalige Schulhausmeister Raimund Huber. „Es gibt kein Foliendach, das langfristig dicht ist“, so Manfred Ebner (FW). „Mit Flachdachlösungen haben wir bisher jedes Mal Schiffbruch erlitten“, Sagte Robert Terbeck (SPD). Die FW-Stadträtin und Zimmermeisterin Gabi Schäuble warf die Frage auf, ob ein konventionell aufgeführtes Satteldach nicht günstiger käme als ein Walmdach in Metallausführung. Architekt Ernesto Preiser verneinte dies und wies gleichzeitig darauf hin, dass ein Holzdach mit 27 bis 28 Kilogramm pro Quadratmeter fast doppelt so schwer sei als ein filigranes Metalldach mit nur 15 bis 17 Kilo.

Noch ist unklar, ob Linoleum oder Kautschuk für die Böden

Noch offen ist, welchen Bodenbelag im Alt- und Neubau der Schule die Klassenzimmer und anderen Räume erhalten werden. Zur Auswahl stehen Kautschuk und Linoleum. Die Schulleitung wünscht Kautschuk. Dieses Material sei weicher, pflegeleichter und reparaturfreundlicher, fasste der Bürgermeister die Vorzüge dieses Stoffs zusammen. Es kostet aber auch fast 50.000 Euro mehr als Linoleum. Die Arbeitsgruppe Schulsanierung ließ deshalb ihre Materialempfehlung offen. Gleiches tat am Montag der Gemeinderat. Nun soll die Arbeitsgruppe sich in benachbarten Schulen darüber informieren, wie sich die beiden Materialien dort in der Praxis bewährt haben. In allen anderen Punkten folgte der Gemeinderat der Empfehlung der Arbeitsgruppe. Soll der besonders beanspruchte Boden des Foyers gefliest werden. Die Räume werden mit weißen Akkustikdecken ausgestattet. Wände und Nischen sind in unterschiedlichen Grautönen gehalten.

So sollen künftig die Klassenzimmer aussehen. Material und Farbe des Bodenbelags stehen noch nicht fest.
So sollen künftig die Klassenzimmer aussehen. Material und Farbe des Bodenbelags stehen noch nicht fest. | Bild: Ernesto Preiser Freier Architekt BDA

Die Arbeiten sollen im Neuen Jahr in zwei Blöcken ausgeschrieben und vergeben werden. Ende März sollen durch den Gemeinderat die Vergaben für Abbruch-, Erd- und Rohbau-, Trockenbau-, Gipser-, Verglasungsarbeiten, Zimmererarbeiten im Altbau sowie die Gewerke Elektrotechnik und Heizung, Lüftung, Sanitär erfolgen. Anfang Mai sollen die Vergaben für Estrich, Fliesen, Bodenbelag, Beschattung, Schließanlagen sowie Maler- und Schreinerarbeiten folgen.