Zwei Wochen lang stand Mitte November bei H. C. Starck Surface Technology and Ceramic Powders (STC) in Goslar die Produktion still, weil Unbekannte Zuleitungen und Apparaturen manipuliert hatten. Die Sabotageakte hätten Personen und Sachwerte erheblich gefährdet, erklärt die Polizei Goslar, die die Ermittlungen aufgenommen hat. Für Hinweise, die zur Ergreifung eines Täters führen, hat die schwedische Firma Höganäs, zu der STC gehört, am Montag 25.000 Euro Belohnung ausgesetzt. Der Produktionsstillstand hatte keine Auswirkungen auf den Standort Laufenburg, so Höganäs.

Produktion von Amperit und Keramikpulvern steht still

Laut Höganäs-Sprecherin Ulrika Rask-Lindholm müssen die Manipulationen vor dem 10. November erfolgt sein. An diesem Tag legte Höganäs die Produktion von Amperit und Keramikpulvern wegen Unregelmäßigkeiten an Zuleitungen bestimmter Öfen still. "Wäre es zu einem Unfall gekommen, dann wären Mitarbeiter der Produktion betroffen gewesen", so Rask-Lindholm. Eine Gefährdungslage für benachbarte Anwohner habe nicht bestanden.

Nur Sabotage kann die Ursache sein

Interne Untersuchungen hätten gezeigt, dass die Unregelmäßigkeiten nur als Sabotage erklärt werden könnten, so Höganäs. Sofort seien polizeiliche Untersuchungen eingeleitet worden. Am 23. November sei die Produktion nach Einführung eines umfangreichen neuen Sicherheitskonzepts wieder aufgenommen worden.

Sicherheit der Mitarbeiter hat oberste Priorität

„Die Sicherheit unserer Mitarbeiter ist immer unsere oberste Priorität. Deshalb ist es unsere Aufgabe jegliche Risiken zu beseitigen. Die Polizei hat bestätigt, dass eine schwere Straftat begangen wurde. Für uns ist selbstverständlich, dass wir alles unternehmen, um die Ermittlungen zu unterstützen“, erklärt Nicklas Lång, General Counsel und Mitglied des Vorstandes von Höganäs, zur Aussetzung der Belohnung.