Die Baugenossenschaft Laufenburg plant im Stadtteil Rhina den Bau von drei Mehrfamilienhäusern. Sie sollen im Zeitraum von mehreren Jahren an der Säckinger Straße gegenüber dem Verwaltungssitz der Schluchseewerk AG errichtet werden und mindestens 24 Mietwohnungen bieten. Um das Projekt zu verwirklichen, müssen mittelfristig zwei ältere Mehrfamilienhäuser der Baugenossenschaft abgerissen werden. Nach ersten Grobplanungen wird jedes der drei neuen Häuser 2,1 bis 2,3 Millionen Euro kosten.

Ein Haus nach dem anderen

Die Planung sei auf die nächsten zehn bis 15 Jahre angelegt, erklärt Thorsten Liebwein, der Geschäftsführer der 140 Mitglieder zählenden Baugenossenschaft. "Es wäre schön, wenn wir 2019 den Spatenstich für das erste Gebäude tun konnten." Es soll auf einem bisher unbebauten Grundstück zwischen den beiden rund 60 Jahre alten Mietshäusern Säckinger Straße 86/86a und 90 errichtet werden und acht Drei- und Vier-Zimmer-Wohnungen umfassen. Acht bis zehn Jahre nach der Fertigstellung des ersten Neubaus soll das erste der benachbarten älteren Häuser abgerissen und durch einen Neubau ersetzt werden, später dann auch das zweite.

Genossenschaft hat 92 Wohnungen

Alle drei Neubauten sollen viergeschossig, mit einem begrünten Flachdach ausgeführt werden. Statt derzeit 22 würde die Baugenossenschaft an der Säckinger Straße am Ende über 24 Mietwohnungen moderner Bauart und größeren Zuschnitts verfügen. Wenn im dritten Gebäude Zwei- statt Drei- und Vier-Zimmer-Wohnungen eingerichtet würden, wären es sogar mehr. "Unser vorrangiges Ziel jedenfalls ist, günstigen Wohnraum anzubieten", so Liebwein. Derzeit kann die 1919 gegründete Genossenschaft ihren Mitgliedern 92 Wohnungen anbieten.

Gemeinderat ändert Bebauungsplan

Der Gemeinderat begrüßte am Montag die Anfrage der Baugenossenschaft. Mehrere Stadträte betonten, dass es an preiswertem Mietraum in Laufenburg mangele. Um die von der Baugenossenschaft beabsichtigte Nachverdichtung an der Säckinger Straße zu ermöglichen, brachte der Gemeinderat einstimmig eine entsprechende Änderung des Bebauungsplans Westlich Schreibach auf den Weg.

Für das Grundstück Säckinger Straße 40 (Bild) liegt eine Anfrage zum Neubau eines Einfamilienhauses vor, für das stadtwärtige Nachbargrundstück zum Neubau eines Doppelhauses.
Für das Grundstück Säckinger Straße 40 (Bild) liegt eine Anfrage zum Neubau eines Einfamilienhauses vor, für das stadtwärtige Nachbargrundstück zum Neubau eines Doppelhauses. | Bild: Vonberg, Markus

Mit Bauvoranfragen zur Errichtung zweier weiterer Wohnhäuser ebenfalls an der Säckinger Straße befasste sich am Montag auch der Bauausschuss. Auf dem stadtwärtigen Nachbargrundstück des Hauses Säckinger Straße 40 will ein privater Bauherr ein Doppelhaus mit integrierter Doppelgarage errichten. Gegenwärtig ist das Grundstück von der Bebauung ausgeschlossen. Der Bauausschuss empfahl aber einstimmig, diese Regelung aufzuheben, um eine Nachverdichtung zu ermöglichen. Ebenfalls einstimmig erteilte er sein Einvernehmen zur Anfrage, das Haus Säckinger Straße 40 durch ein neues Einfamilienhaus zu ersetzen. Beide neuen Gebäude könnten über eine gemeinsame Zufahrt erschlossen werden, sagte Bauamtsleiter Roland Indlekofer.