Für die Urnenabstimmung am 9. Februar über die Zukunft des Museums Schiff formieren sich in Laufenburg/Schweiz nach den Gegnern des Ausbauprojekts nun auch die Befürworter. Das Laufenburger Museum soll nach den Plänen des Museumsvereins für 4,1 Millionen Franken saniert und erweitert werden. Die Einwohnergemeindeversammlung in Laufenburg/CH hat im November einen Beitrag von 500.000 Franken bewilligt, die Ortsbürger genehmigten an ihrer Versammlung einen Beitrag von 850.000 Franken. Gegen die Kreditbeschlüsse der Versammlungen von Einwohner- und Ortsbürgergemeinde hat die „IG 5080/5085 Pro Referendum – Pro Museum“ ein Referendum aller Bürger initiiert. Dieter Deiss, Ursula Jutzi und Franz Koch stehen nun ­gemeinsam an der Spitze von „Pro Museum – Pro Kredit“.

Das könnte Sie auch interessieren

Wie es nun in einer Mitteilung heißt, hat sich unter dem Co-Präsidium von Dieter Deiss, Ursula Jutzi und Franz Koch das überparteiliche Komitee „Pro Museum – Pro Kredit“ gebildet, das sich für die Durchsetzung der Versammlungsbeschlüsse einsetzt. Das Museum Schiff sei ein vielseitiges Haus der lokalen und regionalen Geschichte, heißt es in der Mitteilung. „Als grenzüberschreitende Institution versteht es sich als Ort der Identität beidseits des Rheins.“

„Nur vordergründige Einsparungen“

Diese Einzigartigkeit, die zentrale Lage in der Altstadt und die bedeutenden Objekte aus der Sammlung wirkten als Attraktion. Das Referendumskomitee „IG 5080/5085“ empfehle die Ablehnung der durch die beiden Versammlungen mit deutlichen Mehrheiten beschlossenen Kredite und eine vermeintlich kostengünstigere Neuauflage, schreiben die Befürworter. Nur sei dies „leider alles andere als realistisch“. Denn: „Eine Reduktion des Bauvorhabens lediglich auf die Sanierungsarbeiten würde nur vordergründig Einsparungen bringen. Zudem könnte das ­Museum nicht behindertengerecht ausgebaut werden. Wegen des Verlusts von namhaften Subventionsbeiträgen von Swisslos würden sich die durch das Museum und die Gemeinden zu tragenden Kosten nur marginal verringern.“

„Völlig widersprüchlich“

Weiter kritisiert das Pro-­Komitee die Aussage der Gegner, dass der Museumsverein im Vorfeld der Gemeindeversammlungen seine Hinweise hinlänglich bekanntgemacht habe, dass aber konkrete Fragen nicht beantwortet werden konnten, als „völlig widersprüchlich“, zumal offengelassen werde, welche Fragen nicht beantwortet wurden. „Gar absurd ist der Hinweis, dass die personelle Zukunft des Vereins Fragen offenlasse“, schreibt das Pro-Komitee weiter. „Hier wissen die Initianten offensichtlich mehr als der Verein selber.“

Befürworter empfehlen ein Ja

Die Befürworter empfehlen „aus Überzeugung“ ein Ja zu den Vorlagen von Einwohner- und Ortsbürgergemeinde. Sie weisen zudem daraufhin, dass am kommenden Mittwoch, 22.  Januar, um 19 Uhr, und am Samstag, 25. Januar, um 10 Uhr, Museumspräsident Hans Burger und Architekt Roland Lenzin durch das Museum Schiff führen und zeigen werden, was sich verändern soll.