Eng und heiß: 300 bis 600 Grad Celsius Hitze herrschen im Innern der mobilen Brandübungsanlage, wo die Feuerwehren der Region seit neuestem den Ernstfall üben können. Zur Verfügung gestellt wird der Container vom regionalen Netzbetreiber ED Netze in Rheinfelden.

Brandfälle in elektrischen Anlagen

Mit der Anlage bietet das Unternehmen den Feuerwehren in der Region eine besondere Trainingsmöglichkeit – nicht ganz uneigennützig, denn in dem Container können auch Brände von Stromverteilerkästen, elektrischen Anlagen sowie Gasschiebern simuliert werden.

Die Bedingungen im Innern des Containers entsprechen nahezu realistischen Einsätzen. Bis zu 600 Grad Celsius Hitze, Rauch, Enge und Brandgeräusche sorgen für eine realitätsnahe Übungssituation. Die Anlage wird mit Gas betrieben.

Unter realistischen Einsatzbedingungen können Feuerwehren – wie hier in Laufenburg – mit der mobilen Brandübungsanlage das ...
Unter realistischen Einsatzbedingungen können Feuerwehren – wie hier in Laufenburg – mit der mobilen Brandübungsanlage das Löschen von Bränden von elektrischen Anlagen oder Gasleitungen und Zimmerbränden üben | Bild: Juri Junkov

„Realistische Trainingsszenarien, die einem echten Einsatz sehr nahe kommen, sind generell rar. Eigene Erfahrungen sind aber außerordentlich wichtig, um Fehlentscheidungen bis hin zu lebensgefährlichen Situationen zu vermeiden“, sagt Waldshuts Kreisbrandmeister Dominik Rotzinger.

Probelauf der Feuerwehr Laufenburg

Markus Rebholz, Kommandant der Laufenburger Feuerwehr, die in dem Container nun als erstes trainieren durfte, ergänzt: „Solche ‚heißen‘ Übungen sensibilisieren die Rettungskräfte für die vielfältigen Gefahren bei der Brandbekämpfung. Wir nutzen diese professionellen Übungsmöglichkeiten deshalb sehr gerne als zusätzliche Ergänzung zur Heißausbildung.“

Unter realistischen Einsatzbedingungen können Feuerwehren – wie hier in Laufenburg – mit der mobilen Brandübungsanlage das ...
Unter realistischen Einsatzbedingungen können Feuerwehren – wie hier in Laufenburg – mit der mobilen Brandübungsanlage das Löschen von Bränden von elektrischen Anlagen oder Gasleitungen und Zimmerbränden üben. | Bild: Juri Junkov

Auf einer Fläche von rund 20 Quadratmetern können auf eineinhalb Ebenen mehrere Brandereignisse simuliert werden. Das Löschen von Zimmerbränden oder Brände von elektrischen Anlagen lässt sich darin trainieren.

Größte Sicherheit für die übenden Feuerwehrleute gewährleisten die moderne Steuerungs- und Überwachungstechnik der Anlage sowie die hohe Fachkenntnis der Anlagenbediener und Instruktoren.

Mit dem Angebot will die ED Netze GmbH die Feuerwehren im Rahmen der Atemschutzausbildung vor Ort unterstützen. „Wir möchten mit der mobilen Brandübungsanlage für Gefahren sensibilisieren, die beispielsweise an Einsatzstellen durch Strom oder aber auch durch Gas entstehen können“, erklärt Markus Linder, Leiter Hochspannungsanlagen und Sekundärtechnik.

Feuerwehrübungen auch in Umspannwerken

Seit einigen Jahren unterweist der Netzbetreiber bereits regelmäßig Feuerwehren, um sie auf das Gefahrenpotenzial und das Löschen von Bränden an unter Spannung stehenden Anlagen vorzubereiten und führt auch Übungen in Umspannwerken durch.

War es früher eine geliehene Anlage, verfügt die ED Netze GmbH nun über einen eigenen Brandübungscontainer. Der erste Probelauf bei der Laufenburger Feuerwehr war erfolgreich – nun kann die Anlage, die die Ausmaße eines Schiffscontainers hat, „auf Tour“ gehen. Der Einsatz bei den jeweiligen Feuerwehren erfolgt in enger Abstimmung mit den Kreisbrandmeistern sowie Atemschutzausbildern.

Das könnte Sie auch interessieren
Das könnte Sie auch interessieren