„Wie bei der Gründung der Baugenossenschaft Laufenburg vor 100 Jahren wird auch heute der Ruf nach bezahlbarem Wohnraum immer lauter“, erklärte der Geschäftsführer Thorsten Liebwein, als er die mehr als 60 Gäste im Schlössle Laufenburg zum Jubiläumsfestakt begrüßte. Die Genossenschaft sei ihrem Prinzip treu geblieben. Davon zeuge die Durchschnittsmiete von 5,50 Euro pro Quadratmeter, die die Genossenschaftler bezahlten. Die Baugenossenschaft besteht sie aus 140 Mitgliedern und verwaltet 92 Mietwohnungen in Rhina und auf dem Rappenstein. Seit 2012 ist Thorsten Liebwein Geschäftsführer der Baugenossenschaft.

Geschäftsführer Thorsten Liebwein unterhielt sich beim Festakt mit Gemeinderätin Gabriele Schäuble.
Geschäftsführer Thorsten Liebwein unterhielt sich beim Festakt mit Gemeinderätin Gabriele Schäuble. | Bild: Reinhard Herbrig

Bürgermeister Ulrich Krieger ging auf die Historie der Genossenschaft seit deren Gründung 1919 ein. Der Gemeinderat von Rhina unter der Leitung des damals amtierenden Bürgermeisters Eduard Zimmermann habe beschlossen, eine Genossenschaft für den Wohnungsbau ins Leben zu rufen. Die Zimmermannsstraße in Rhina erinnert an ihn. Die Gründungsurkunde unterzeichneten 87 Personen. Trotz großen Mangels an Bauhandwerkern und Baumaterial, wurden zwischen 1920 und 1931 sieben Wohnhäuser mit 31 Wohnungen gebaut. Während durch die Inflation die Schulden ins unermessliche stiegen, half der Genossenschaft ein Darlehen von 280 Schweizerfranken aus der größten Not.

Letztes großes Projekt vor 10 Jahren

Nach dem zweiten Weltkrieg wurden erneut große Anstrengungen unternommen, um den Bedarf an Wohnungen gerecht zu werden, so dass zum 50-jährigen Jubiläum 69 Wohnungen für die 130 Mitglieder zur Verfügung standen. Das letzte große Bauprojekt wurde vor 10 Jahren angegangen: Für 1,2 Millionen Euro wurde in der Bauvereinstraße in Rhina ein Acht-Familienhaus erstellt.

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Auch für die Zukunft ist die Genossenschaft nicht untätig. Neben der Sanierung und Pflege des Wohnungsbestandes, ist in der Säckinger Straße ein Neubau geplant und die beiden älteren Häuser sollen bald zwei Neubauten weichen. „Man kann heute, im Jubiläumsjahr uneingeschränkt feststellen: Die Baugenossenschaft Laufenburg steht gut da. Sie ist bestens gerüstet für die Zukunft“, schloss Krieger seinen Rückblick. Heinrich Weber und Markus Enderle übergaben die Gründungsbücher der Baugenossenschaft an den Bürgermeister.

David Heiner am Steinway-Flügel und Gabriele Maurer am Saxophon begleiteten den Festakt zum 100-jährigen Bestehen der Baugenossenschaft.
David Heiner am Steinway-Flügel und Gabriele Maurer am Saxophon begleiteten den Festakt zum 100-jährigen Bestehen der Baugenossenschaft. | Bild: Reinhard Herbrig

Unter den Gästen befanden sich Mitglieder, ehemalige Vorstandsmitglieder und Geschäftsführer, die Stadträtinnen Gabriele Schäuble und Michaela Lopez sowie Vertreter von Banken und Handwerksbetrieben. Das Festprogramm wurde vom Aufsichtsratsvorsitzenden Reinhard Krahnert eröffnet, während die Ansprachen von Thorsten Liebwein und Ulrich Krieger, der kraft seines Amtes Mitglied des Aufsichtsrates ist, durch Musikbeiträge von David Heiner auf dem Steinway-Flügel und Gabriele Maurer auf dem Saxophon, unterbrochen wurden. Ihre gefühlvollen Musikeinlagen von Mendelsohn, Robert Planel und Victor Young wurden von den Gästen mit viel Beifall bedacht.

Die Geschäftsstelle der Baugenossenschaft befindet sich an der Halde 11, Öffnungszeiten Montag und Mittwoch 9 bis 12 Uhr, 07763/965 9857.