Die Schiedsrichter und Laufenburg. Das passte vergangenes Wochenende gar nicht. Die Laufenburger mussten gleich zwei schwere Nackenschläge hinnehmen. Erst scheiterte am Samstag der SV 08 im Relegationsrückspiel gegen die Spielvereinigung Untermünstertal an einem in der Nachspielzeit nicht gegebenen Tor. Es hätte das 3:1 sein können und die 2:3-Niederlage im Hinspiel im Waldstadion wettgemacht.

Doch die Schiedsrichterin und der Linienrichter sahen Matthias Feldmann im Abseits. Am Sonntag dann versuchte die Stadt- und Feuerwehrmusik Laufenburg beim kantonalen Musikfest ihr Glück im Wertungsspiel. Auch das brachte nicht das erhoffte Ergebnis. Die Juroren vergaben für die beide Vorträge der Musiker 157 Punkte.

Damit landeten die Laufenburger zwar vor der Musikgesellschaft Möhlin aber hinter allen anderen 23 Orchestern, die in der Kategorie E-Musik Harmonie 2. Klasse am Wettbewerb teilnahmen. Immerhin nicht Letzter, so wie der amtierende Fußball-Weltmeister diese Woche in einem anderen Turnier. Und nun kommen die Schweden ins Spiel. Sie haben derzeit einen Lauf. Nicht nur zogen sie bei der Fußball-WM als Gruppenerster ins Achtelfinale ein.

Auch bei der Prämierung der Badischen Klein- und Obstbrenner schlugen die Wikinger zu. Das Kirschwasser der schwedischen Chemiefirma Höganäs wurde von der Brenner-Jury mit 20 von 20 Punkten bedacht. Das waren 20 Punkte auch für Laufenburg. Denn gebrannt wird das Kirschwasser in Rhina. Dort gehört zum Enag-Firmenareal der Höganäs auch das Haus von Witwe Kaiser. Dieses besitzt seit alters her ein Brennrecht. Und deshalb kann hier Sascha Albiez alkoholische Essenzen destillieren, die jedes Preisgericht gnädig stimmen. Was hätte der legendäre Dortmunder Fußballer Lothar Emmerich dazu gesagt? Natürlich: "Gib mich die Kirsche!"

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