Ein gutes Dutzend Herren des Elferrats 1911 Laufenburg hat sich zur Mitgliederversammlung in den Ratsstuben auf dem Schlössle­gelände in Laufenburg getroffen. In entspannter Atmosphäre und bei heißem Sommerwetter wurde die Sitzung rasch nach draußen verlegt und von Präsident Rolf Malnati, der auch die Beschlussfähigkeit feststellen konnte, eröffnet.

Zu berichten gab es wenig, wie bei so vielen Vereinen hatte die Corona-Pandemie in den vergangenen zwei Jahren außer einer Mitgliederversammlung im vergangenen September und der Hauptversammlung keinerlei Aktivitäten zugelassen. Die Kasse aber ist trotz der Corona-Einschränkungen gefüllt und konnte sogar mit einem kleinen Plus abgeschlossen werden. So stand auch der Entlastung von Obersäckelmeister (Kassierer) Franz Wagner nichts im Wege.

Mit einer deftigen Vesper serviert von Jonny (Johann) Böhler (4. von rechts) starteten die Laufenburger Elferräte in ihre sommerliche ...
Mit einer deftigen Vesper serviert von Jonny (Johann) Böhler (4. von rechts) starteten die Laufenburger Elferräte in ihre sommerliche Mitgliederversammlung. | Bild: Elferrat

Im laufenden Jahr wird man sich am Sommerfest der Vereine beteiligen und auch die Mitwirkung beim Weihnachtsmarkt ist fest eingeplant. Aber vor allem steht nun die Vorbereitung der Jubiläumsfeierlichkeiten an, denn am 11. 11. heißt es: 111 Jahre Elferrat Laufenburg 1911. Doch wie geht es weiter? „Elferrat, ubi futurum est???“ frei zu übersetzen mit „Elferrat, wo geht die Reise hin?“ Das hatte Sekretär (Schriftführer) Franz Wagner, als Überschrift auf die Einladung gesetzt. Und es mag mehr sein, als nur ein launiges Motto.

Bei einem Blick auf die Mitgliederliste fällt auf, dass viele der 19 aktiven Mitglieder schon die 80 Jahre überschritten haben. Die meisten sind weit mehr als 50 Jahre alt. Urgestein Wagner selbst, der auf 57 Jahre Mitgliedschaft im Verein zurückblicken kann, kündigte in einer Stellungnahme am Ende der Sitzung mit launigen Worten seinen Abschied an. 27 Jahre hat er als Säckel- und Obersäckelmeister die Finanzen in Ordnung gehalten. 17 Jahre lang hat er gewissenhaft als Sekretär gewirkt. Doch: „Das Rad bleibt niemals stehen, es muss immer weiter gehen“, sagte Wagner und bevor andere sich fragten, wann er endlich aufhöre, sei es besser, er sage es selbst. Natürlich stehe er weiterhin zur Verfügung, sollte man seine Hilfe brauchen. Beendet wurde die Sitzung in der Hoffnung, dass trotz allem dennoch alles weitgehend bleibt, wie es war.