Sie waren zu viert, fuhren mit einem Transit mit irischem Kennzeichen vor und boten ihre Dienste als Hofreiniger an. Sie hielten sich nicht an den vereinbarten Preis und verlangten am Ende mehr als das Doppelte. Den Fall in Lauchringen schilderte Darina Danilov, Tochter des Hauseigentümers, den das Ganze über 1000 Euro kostete. Das Geld ist weg, aber sie will andere warnen.

Die vier Arbeiter spielen auf Zeit

„Sie haben uns angeboten, die Pflastersteine zu reinigen und imprägnieren“, schildert Darina Danilov auf Nachfrage unserer Zeitung. Sie sprach von einem Teenager, der auf den Hof gekommen sei, zwei andere, etwas ältere Männer hätten gereinigt, der vierte habe sich im Hintergrund aufgehalten. „Wir haben den Preis sogar noch runter gehandelt“, sagte Danilov. Ihr Vater sei zwischenzeitlich zur Arbeit gefahren. Offensichtlich setzten die vier Arbeiter auf Zeit. Sie hätten gewartet, bis der Vater weg war, um schließlich hartnäckig das Geld einzufordern.

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Familie fühlt sich bedroht und bezahlt

Danilov: „Zehn Euro pro Quadratmeter waren abgesprochen, das wären 500 Euro gewesen.“ Die Arbeiter hätten hinterher behauptet, es seien 90 Quadratmeter gewesen. Unterm Strich hätten sie zwölf Euro pro Quadratmeter verlangt und mit Nachdruck auf die Begleichung der Summe gedrängt. Schließlich habe die Familie die Summe mit Karte bezahlt, weil sie sich bedroht gefühlt habe. Ohne einen Beleg oder eine Rechnung zu erhalten.

Streifenpolizisten können nicht viel tun

Die zwischenzeitlich von einer Nachbarin hinzu gerufene Polizeistreife habe erklärt, sie könne nicht viel tun. Die Leute hatten wohl einen Gewerbeschein dabei. Auch das Vorsprechen auf dem Revier habe nichts gebracht. Erst im dritten Anlauf habe die Polizei zugehört. Die Familie hat mittlerweile Anzeige erstattet. Ohne Hoffnung darauf, dass sie das Geld zurückbekommt.

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Polizei warnt vor solchen Haustürgeschäften

Polizeisprecher Thomas Batzel erklärt auf Nachfrage: „Das ist die übliche Masche, sie bieten eine Leistung an, plötzlich kostet es mehr. Es gibt keine Verträge.“ Grundsätzlich würden die Männer etwas anbieten, das sie dürfen. Wenn sie eine Reisegewerbekarte dabei hätten, sei es zunächst einmal nichts Verbotenes. Wenn der PIN eingegeben ist, sei es nicht mehr rückgängig zu machen.

Batzel warnt vor solchen Haustürgeschäften und rät, die Polizei zu verständigen, so lange die Leute noch da sind. Weitere Fälle seien aus dem Landkreis Lörrach und Waldshut-Tiengen bekannt. Laut Batzel sind die Männer nun in der Schweiz unterwegs.