5000 Arbeitsstunden, sieben Motorsägeblätter, 44 Tonnen Gestrüpp und eine Unmenge an Holz. Das sind die Eckdaten der größten Aktion in der Geschichte der Schützengesellschaft Tell. Der notwendig gewordene Umbau der Schießanlage verlangte den Mitgliedern nicht nur körperlich allerhand ab. „68.000 Euro mussten wir in die Hand nehmen, um die Anlage auf den neuesten Stand zu bringen“, sagte Bauleiter Dieter Spedt anlässlich des Helfertreffens, „aber ohne die Hilfe der hiesigen Handwerker und den Mitarbeitern des Lauchringer Bauhofs hätten wir das alles nicht stemmen können“, erläuterte er weiter.

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Die Vorgeschichte: Bei der alle fünf Jahre stattfindenden Prüfung eines Sachverständigen des Tüv´s wurden Mängel festgestellt. Während der separate Luftgewehrschießstand nur kleinere Arbeiten notwendig machten, musste die 50-Meter-Klein-Kaliber-Anlage komplett erneuert werden. Für viele Schützenvereine in Deutschland hatten die verschärften Bedingung Konsequenzen und wurden aufgelöst.

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Die Lauchringer Sportschützen wollten sich der Herausforderung aber stellen. Im Herbst 2019 begannen die Arbeiten. „Vor allem die Erdwälle, die massiv erhöht werden mussten, haben uns besonders während des heißen Sommer alles abverlangt. Die 15 Helfer, die von Anfang an dabei waren, wurden in Schichten zu je fünf Mann eingesetzt“, erzählt Dieter Spedt und Oberschützenmeisterin Annette Moosmann ergänzte: „Ein Stein ist uns vom Herzen gefallen, als klar war, dass die Gemeinde uns finanziell unterstützen würde. Mit einem Zuschuss von 10.000 Euro und einem zinslosen Darlehen von 30.000 Euro waren die Kosten gedeckt.“

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Am 11. September wurde die Anlage abgenommen. „Wir haben nun eine der schönsten Anlagen in der Region. Die Technik ist auf dem neuesten Stand“, sagte Annette Moosmann. Sie erhofft sich, dass der Verein wieder einen Aufschwung erleben werde. Besonders im sportlichen Bereich, der während der Bauzeit ruhen musste, soll wieder mit Pokalen und Siegen glänzen. Freuen würde sie sich auch über neuen Nachwuchs: „Der Schießsport fördert die Konzentrationsfähigkeit und hilft somit bei der Entwicklung von Jugendlichen. Außerdem pflegen wir in unserem Verein eine besonders gute Kameradschaft. Für viele ist das Vereinsheim eine zweite Heimat.“

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