Eine ambulant betreute Wohngemeinschaft für volljährige Menschen mit Unterstützung- und Versorgungsbedarf öffnet am 1. September im Neubaugebiet Riedpark ihre Pforten.

Im ersten Obergeschoss des Familienzentrums hat deren Leiterin Ulla Hahn nach den Vorgaben und auf Kosten der Gemeinde moderne und sehr ansprechende Räumlichkeiten eingerichtet, in denen pflegebedürftige Menschen ab dem Pflegegrad 2 in einer Gemeinschaft von vorläufig acht Bewohnern zusammen wohnen können. Für die Bewohner stehen insgesamt neun geräumige Zimmer von 16 m² mit einem Bad, sowie zwei behindertengerechte Zimmer zur Verfügung.

Bewohner haben Status eines Mieters

Für die gemeinsame Nutzung sind eine helle geräumige Küche, sowie ein komfortabel eingerichteter großer Wohnraum mit Balkon vorhanden. Die künftigen Bewohner haben den Status eines Mieters und sollen sich in der Wohngemeinschaft wie zu Hause fühlen. Das bedeutet, dass sie zum Beispiel ihren Pflegedienst, meist Bedienstete einer Sozialstation, beibehalten können. Dafür gibt es eine besondere Kooperation zwischen der Diakonie und der Caritas.

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Die Bewohner können auch entscheiden, ob sie selbst kochen oder sich anderweitig versorgen lassen wollen. Das Familienzentrum bietet rund um die Uhr eine Alltagsbegleitung mit vielfältiger Unterstützung durch spezielle Alltagsbegleiter, zum Beispiel in der Führung eines eigenen Haushaltes, bei alltagspraktischen Tätigkeiten oder bei der Freizeitgestaltung. Diakoniegeschäftsführer und Träger des Familienzentrums Andreas Harder zeigte sich über die Anfrage der Gemeinde zur Mitübernahme der Betriebsträgerschaft sehr erfreut: „Das ist eine neue Herausforderung für uns, aber wir hatten Zeit, uns darauf vorzubereiten.“

Bürgermeister Thomas Schäuble betonte: „Mir ist es außerordentlich wichtig, in unserer Zeit, in der die erwachsenen Kinder oft weit weg sind, für ältere und versorgungsbedürftige Personen Einrichtungen zu haben, die das Leben im Alter unter größtmöglicher Selbstbestimmung ermöglichen.“