Immer wieder macht der Klimabeirat der Gemeinde Lauchringen mit kreativen Ideen und umweltfreundlichen Aktionen auf sich aufmerksam. So haben die Akteure unter der Regie ihres Vorsitzenden Norbert Münch und der Klimaschutzmanagerin der Gemeinde Lauchringen, Yvonne Becker, seit Anfang Oktober des vergangenen Jahres eine Sammelaktion für alte Handys initiiert. Unter dem Motto „Handys für Hummel, Bienen und Co.“ wurde die Bevölkerung aufgefordert, ausgediente Handys nicht über den Hausmüll zu entsorgen (was sowieso verboten ist), sondern bei verschiedenen Sammelstellen in der Gemeinde abzugeben. Als Abgabestellen standen die Geschäftsstellen der Volksbank Hochrhein und der Sparkasse Hochrhein, die Gemeindebücherei, sowie der Bürgerservice beim Rathaus zur Verfügung.

Große Freude herrschte bei den Initiatoren der Handy-Sammelaktion des Klimabeirates in Lauchringen. Bereits drei Wochen vor dem eigentlichen Abschluss der Aktion konnten im Sparkassencenter über 120 Kilogramm alte Handys an den Recyclingpartner des Nabu, die Firma AfB (Arbeit für Menschen mit Behinderung), übergeben werden. Auf dem Bild Petra Lott, Leiterin des Sparkassencenters Lauchringen und Norbert Münch, Vorsitzender des Klimabeirates Lauchringen.
Große Freude herrschte bei den Initiatoren der Handy-Sammelaktion des Klimabeirates in Lauchringen. Bereits drei Wochen vor dem eigentlichen Abschluss der Aktion konnten im Sparkassencenter über 120 Kilogramm alte Handys an den Recyclingpartner des Nabu, die Firma AfB (Arbeit für Menschen mit Behinderung), übergeben werden. Auf dem Bild Petra Lott, Leiterin des Sparkassencenters Lauchringen und Norbert Münch, Vorsitzender des Klimabeirates Lauchringen. | Bild: Yvonne Becker/privat

Mit der Aufforderung, alte Handys abzugeben, wurde gleichzeitig verdeutlicht, dass die Spender damit gleich doppelt einen sinnvollen Beitrag für den Umweltschutz leisten würden. Zum einen ermögliche die Rückgabe der Handy, dass dringend benötigte Rohstoffe für die Herstellung neuer Handys wie Gold, Silber, Palladium oder Kobalt dem Markt wieder zugeführt und nicht umweltschädigend abgebaut werden müssten. Noch funktionsfähige Geräte würden, nachdem sie fachmännisch wieder aufbereitet wurden, zudem einen besonderen ökologischen Mehrwert darstellen, indem sie wieder in den Markt zurückgelangen.

Spende für Insektenschutz

Zum anderen erhalte der Naturschutzbund (Nabu), der beim Thema Umweltschutz mit der Telefónica Deutschland zusammenarbeitet, eine jährliche Spende von Telefónica, abhängig vom Erlös aus Recycling und Wiederverwertung der alten Handys. Diese Spende fließe ungeschmälert in den Nabu-Insektenschutzfonds, den der Klimabeirat mit seiner Aktion direkt unterstützte, so die Ankündigung des Klimabeirates. Beim vorläufigen Abschluss der Sammelaktion konnten über 120 Kilogramm alte Handys der Wiederverwertung zugeführt werden. Die Sammelstellen waren bis Ende der vergangenen Woche geöffnet. Für Nachzügler steht weiterhin noch für mehrere Wochen beim Bürgerservice im Rathaus eine Sammelbox zur Verfügung.