Endlich war es so weit. Die kleinen Handballer des HC Lauchringen trainierten nach dem langen, vom Lockdown begleiteten Winter mit ihren Trainern Marcel und Hans-Werner Busch diese Woche erstmals wieder gemeinsam. Wenn auch nur in Fünfergruppen und zunächst einmal noch nicht in der Halle, sondern draußen auf dem Feld hinter der Sporthalle in Tiengen. Und natürlich unter Beachtung des Hygienekonzepts.

Nachricht im TV verbreitet sich rasant

Wie Marcel Busch per Whatsapp an den SÜDKURIER schrieb und kurz darauf am Telefon bestätigte, war die Freude riesig. Seine Nachwuchshandballer hätten es kaum noch erwarten können. Die Nachricht im Fernsehen, dass unter gewissen Auflagen mit Kleingruppen trainiert darf, habe sich bei den kleinen Lauchringer Handballern schnell verbreitet, wie Busch erzählt.

Tagesaktuelles negatives Testergebnis

Er habe sofort die Verantwortlichen im Rathaus kontaktiert, um sich die Meldungen der Medien bestätigen zu lassen. Daumen hoch. Dann setzten die Buschs alles in Bewegung, um das Training vorzubereiten und die Kinder auf den Platz zu bestellen. „Wir, das Trainerteam, hatten natürlich einen Mehraufwand, um das Training vorzubereiten“, sagt Marcel Busch. Voraussetzung war ein angepasstes Hygienekonzept, und er und sein Vater Hans-Werner brauchten ein tages-aktuelles negatives Corona-Testergebnis.

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Die Hütchen müssen richtig platziert sein

Mit der Organisation auf dem Platz ging‘s weiter. Busch: „Das Training muss so geplant sein, dass die Kinder immer den Abstand wahren, sich trotzdem bewegen und dabei auch Spaß haben können.“ Das Trainerduo musste kurz zuvor ins Testzentrum gehen. Die Hütchen für die Übungen mussten so platziert werden, dass sich die kleinen Handballer im vorgeschriebenen Abstand bewegen können.

Den Zusatzaufwand leisten sie gerne

„Den Zusatzaufwand leisten wir gerne. Schließlich habe ich den Kindern versprochen, alle Möglichkeiten auszuschöpfen, wenn ein gemeinsames Training wieder möglich ist“, sagt er. Wichtig sei, sich mit dem auseinanderzusetzen, was möglich ist. Und er versichert: „Es ist mehr möglich als man denkt. Man muss einfach ein bisschen mehr in die Vorbereitung investieren.“

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Eine Alternative zum wöchentlichen Zoom-Training

Laut seinen Schilderungen merke er es den Kindern an, wie gut es ihnen tue. Er spricht besonders von der sozialen Komponente. „Das Training in Gruppen tut einfach doppelt gut“, weiß er. Noch dürfen nicht alle seine Kinder, die jetzt großteils von den Maxis in die E-Jugend wechseln, gemeinsam trainieren. So haben Marcel und sein Vater Hans-Werner Busch zwei Gruppen zusammengestellt. Durchmischen ist nicht erlaubt. Doch Marcel ist froh, dass er wieder eine Alternative zu den wöchentlichen Zoom-Trainingseinheiten bieten kann.

Das sagt die Corona-Verordnung:

Das Ansteckungsrisiko hält sich in Grenzen

Er ist überzeugt davon, dass sich das Risiko in Grenzen hält. „Erstens sind wir draußen, zweitens sind wir Trainer getestet, drittens werden die Kinder in der Schule getestet. Ich meine, im Handballtraining stecken wir uns nicht an“, sagt er, „das größte Risiko besteht auf der Fahrt zum Training.“ Deshalb habe er die Eltern gebeten, auf Fahrgemeinschaften zu verzichten.

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Nach und nach wolle der Verein das Training auch mit den anderen Altersstufen wieder aufnehmen. Busch ist optimistisch. Er gehe davon aus, dass im Oktober die Rundenspiele wieder losgehen.

Die Begeisterung beim HC hält an

Allerdings sei er gespannt darauf, wie viele Mannschaften im Handballbezirk noch übrig sind. Er weiß von den Problemen anderer Vereine. Die hat der HC Lauchringen nicht. Bei Marcel Busch ist bisher, in der andauernden Corona-Pandemie, noch keiner abgesprungen. Wohl dank der vielen Online-Angebote, die er und der Verein in den vergangenen Monaten lanciert hatten, hält die Begeisterung an.