Sie sind bunt, bemalt, gebastelt, aber vor allem handgeschrieben. Mit der Aktion „Briefe gegen die Einsamkeit“ werden die Schüler der Schule am Hochrhein sicher vielen Adressaten ein Stück Hoffnung und Freude geben. Die darin enthaltenen persönlichen und emotionalen Worte sollen vor allem den älteren Menschen, die besonders unter den Kontaktbeschränkungen leiden, ein Stück Hoffnung und Freude vermitteln.

Die Absicht

Empfänger dieser Herzenspost sind die Bewohner der Pflegeheime und Sozialstationen in St. Blasien, Bad Säckingen, Laufenburg und Waldshut. Initiiert wurde die Aktion vom Verband Young Caritas Hochrhein, deren Referentin Carina Franz nach Lauchringen gekommen war. Antonia Schmidle und und Raffael Schröter blieb die Ehre überlassen, stellvertretend für alle Schüler die gesammelten Werke zu übergeben.

Die Leitung dieses Projekts hatten für die Schule Rosi Drayer und Petra Nann übernommen. Mit den Fünft- bis Siebtklässlern wurde nach den Osterferien mit den Vorbereitungen begonnen: „Dabei hatten wir zunächst mit elementaren Dingen zu tun“, erzählt Rosi Drayer schmunzelnd, „so hatte mich eine Schülerin gefragt, wie man überhaupt einen Brief schreibt. In Zeiten, in denen andere Kommunikationsformen bei den Jugendlichen angesagt sind, war dies für die beiden Pädagoginnen aber nicht allzu überraschend. Anrede, Datum und Form waren schnell erklärt. Die Entwicklung der Texte und Gedanken war dann die große Herausforderung: „Zunächst haben wir über die Gründe und den Gedanken dieser Aktion gesprochen“, berichtet Drayer.

Emotional

Beeindruckt waren die beiden Lehrerinnen von der Reaktion der Schüler: „Es war zunächst einmal Stille. Wir haben gemerkt, dass diese Aufgabe etwas in den Jugendlichen ausgelöst hat. Es war auch eine hilfreiche Auseinandersetzung mit der eigenen Situation in diesen schwierigen Zeiten, erläutert Rosi Drayer und unterstrich damit die Wichtigkeit dieses Projekts für den Unterricht.

Einfühlungsvermögen

Danach gab es kein Halten mehr. Eigene Texte wurden formuliert, Zitate, die Hoffnung und Zuversicht schenken, wurden gesucht und viele verzierten ihre Briefe mit Mal- und Bastelarbeiten. Drayer lobte den Einsatz der Schüler: „Ihr habt das mit viel Herz und Einfühlungsvermögen gemacht.“

400 Empfänger

Carina Franz bedankte sich bei den Lehrerinnen und den Schülern und versicherte, dass sich die rund 400 Empfänger der Herzensbriefe darüber freuen würden: „Ganz sicher wird es auch eine Rückantwort geben“, sagte sie und nahm die rund 100 Briefe in Empfang.