Die Planungen für die Ortskernsanierung in Oberlauchringen laufen auf Hochtouren. Das Plangebiet erstreckt sich von der Kirche nach Osten bis zur Hintergasse sowie beidseits der mittleren Kirchstraße und des nördlichen Abschnitts der Wettenstraße. Bis alle Arbeiten abgeschlossen sind, wird allerdings noch viel Wasser die Wutach herunter fließen. Die Laufzeit des gesamten Sanierungsverfahrens beträgt zehn Jahre.

Baubeginn noch in diesem Jahr

Wesentlich schneller soll es mit den Kernobjekten rund um den Lindenplatz gehen. Hier sollen die Bauarbeiten noch in diesem Jahr beginnen.

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Zentraler Mittelpunkt soll das Gebäude in der Kirchstraße 11 werden. In Bürgeranhörungen, persönlichen Gesprächen und unter Einbeziehung von Initiativen wurden zahlreiche Ideen für die Nutzung gesammelt. Ratschlag holte man sich auch extern ein. Alexander Hölsch vom Verein SPES und Verena Spieth als Vertreterin des Naturparks Südschwarzwald präsentierten bei der vergangenen Gemeinderatssitzung ihre Ideen und Ratschläge.

„Aus den bisherigen Gesprächen mit den Bürgern ging klar hervor, dass die Nahversorgung mit Lebensmittel und der Wunsch nach Kommunikation und Begegnung ein großes Anliegen der Bürger ist, sagte Alexander Hölsch. Leider lasse sich der Wunsch nach einem Dorfladen nicht realisieren: „Das Potenzial reicht dafür nicht aus. Der zu erwartende Umsatz würde bei Weitem nicht ausreichen, um solch ein Geschäft wirtschaftlich zu betreiben, erläuterte er.

Vorbild Kirchzarten

Spieth präsentierte hierfür einen alternativen Lösungsansatz. Eine Marktscheune, wie sie bereits erfolgreich in Kirchzarten umgesetzt wurde, wäre ein tragfähiges Modell: „In diesem Objekt haben sich 60 regionale Anbieter zusammengetan. Bio-Bauern, Handwerker und Gastronomie bieten hier regionale Produkte an.“

Möglichkeiten für Ausstellungen und Vorführungen runden das Angebot ab, erklärte sie dieses Konzept. Mit der Einbindung der ohnehin geplanten Mediathek und der Bücherei würde sich das prima ergänzen, ergänzte Sie.

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Die Ausführungen fanden bei den Gemeinderäten durchweg positives Feedback. „Das ist eine Idee, die Arbeitsplätze und Kundenbetrieb nach Oberlauchringen bringen kann“, sagte beispielsweise Gemeinderat Rainer Höhl. Hermann Pfau ergänzte, dass es zwar viel Liebe und Enthusiasmus brauche, um das integrierte Café zu betreiben, sieht jedoch auch mehr Chancen als Risiken.

Im Schlußwort bündelte Bürgermeister Thomas Schäuble die Meinungen: „Unser Ziel ist es, ein Alleinstellungsmerkmal zu schaffen. Wir setzen auf die regionalen Anbieter und wollen damit ein nachhaltiges und bürgernahes Projekt schaffen.“ Einstimmig wurde beschlossen, dass dieses Konzept mit einer Mediathek, dem Café „Fräulein Linde“ und einer integrierten Marktscheune weiter verfolgt werden soll.