„Hereinspaziert – Manege frei“ hieß es am Ende der ersten Woche bei der Ferienbetreuung im Lauchringer Abenteuerland. Mit einer fulminanten Show begeisterten Fußball-Jongleure, Seiltänzer, Zauberer und Artisten ihre Eltern, Omas und Opas. Stilgerecht wurden diese zunächst mit Popcorn versorgt. „Eigentlich war dies so nicht geplant“, erzählt Andreas Schumpp, der Projektleiter des Abenteuerland, „wir hatten zwar das Motto „Zirkus“ festgelegt, aber das Einstudieren einer Show entstand aus eigenem Antrieb.

Die erste Woche im Ferienprogramm der Gemeinde Lauchringen war ein voller Erfolg. Rund 50 Kinder und Betreuer bauten Kulissen, schneiderten Kostüme und übten ihre Auftritte ein. Das Ergebnis war eine grandiose Zirkusvorstellung.
Die erste Woche im Ferienprogramm der Gemeinde Lauchringen war ein voller Erfolg. Rund 50 Kinder und Betreuer bauten Kulissen, schneiderten Kostüme und übten ihre Auftritte ein. Das Ergebnis war eine grandiose Zirkusvorstellung. | Bild: Rolf Sprenger

Vielleicht macht genau das die Beliebtheit dieses Konzeptes aus. „Wir wollen, dass die Kinder ihr eigenes Ding machen können. Hämmern, basteln, Feuer machen und Hütten bauen. Wir, die Betreuer wollen uns auf die Aufsicht und kleinere Hilfestellungen beschränken. Dabei ist es uns wichtig, den Respekt für die Natur und das Miteinander zu vermitteln, erklärt der Sozialpädagoge.

Glamouröse Kostüme

Die Arbeit der Kinder hatte sich gelohnt. Die riesengroße Natursteinbühne wurde mit phantasievollen Dekorationen zu einem Zirkuszelt umgebaut. Glamouröse Kostüme wurden hergestellt und die Jungs wurden von den Mädchen in die Kunst des Schminkens unterwiesen. Kein Wunder, dass die Kinder sich ihren eigenen Auftritt wünschten. Und so wurde neben den ganzen Vorbereitungen auch noch intensiv am eigenen Programm gefeilt. Höhepunkt der Show wurde eine Raubtierdressur, bei dem sich Tiger, Löwen und Leoparden mit ihren Kunststücken übertrafen.

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„Dabei stand es erst kurz vor Beginn der Sommerferien fest, dass wir die Ferienbetreuung anbieten können“, erzählt die Organisatorin Ulla Hahn vom Familienzentrum Hochrhein. „Gott sei Dank gab es noch eine Lockerung bei den Corona-Bestimmungen. Ein Hygiene-Konzept hatten wir schon und unsere ehrenamtlichen Helfer haben uns wieder einmal gerettet. Sie achten sehr auf die Reinigung der Räume und das Hände waschen, wurde zu einem Ritual.“ Ein Wermutstropfen blieb. Statt der üblichen 80 Kinder, die in den Vorjahren teilnahmen, konnten in diesem Jahr nur rund 30 pro Woche angenommen werden.

Noch weitere drei Wochen wird der Zirkus im Abenteuerland gastieren. Am Freitag wird der Zirkus Kakerlaki ein Gastspiel geben. In der dritten und vierten Woche wird auch eine Integrationsgruppe am Programm teilnehmen.