Ein seltenes Zeichen der Liebe über den Tod hinaus – nur drei Tage nachdem seine Frau und Alt-Adler-Wirtin Alma Hartmann, geb. Ritter, in der vergangenen Woche im Alter von 84 Jahren verstorben war, folgte ihr Alt-Adler-Wirt Ernst Hartmann im Alter von 90 Jahren ins Grab.

Große Trauergemeinde

Die beiden Verstorbenen wurden am Dienstag unter der Teilnahme einer großen Trauergemeinde auf dem Friedhof in Oberlauchringen beigesetzt. Die Kinder- und Jugendzeit des späteren Ehepaares war geprägt von den Wirren des Krieges und der Nachkriegszeit. Ernst Hartmann wuchs in Lauchringen auf und verlor bereits mit 14 Jahren seinen Vater, der im Krieg gefallen war. Nach einer Lehre als Kfz-Mechaniker half er tatkräftig seiner Mutter im heutigen „Adler„ und in der kleinen Landwirtschaft, die nach dem Tod ihres Mannes von ihr alleine weitergeführt wurden. 1958 lernte er Alma Ritter aus Dangstetten kennen und 1959 wurde geheiratet. Aus der Ehe sind drei Kinder, zwölf Enkelkinder und elf Urenkel hervorgegangen. Alma Hartmann ist in Dangstetten aufgewachsen und hat nach der Schule in einer Bäckerei in Zurzach und in einer Schuhfabrik gearbeitet.

Aufbau des Gasthauses

Nach der Heirat mit Ernst Hartmann unterstützte sie ihren Mann tatkräftig beim Um- und Aufbau des heutigen Gasthauses „Adler„ in Oberlauchringen. Nach der Übernahme des Gasthauses 1969 von Frida Hartmann führten sie gemeinsam, sie als Köchin, ihr Mann Ernst als Wirt den „Adler„ bis zur Übergabe an ihren Sohn Peter im Jahre 1988. Neben seinem Beruf als Gastwirt engagierte sich Ernst Hartmann jahrzehntelang ehrenamtlich bei der Feuerwehr unter anderem als Kassierer, beim Musikverein Oberlauchringen als Trompeten- und Tenorhornsolist, sowie im Vorstand des Wirtevereins. Im Alter unternahm das Ehepaar noch große Reisen, pflegte einen geselligen Umgang und erfreute sich großer Beliebtheit. Im Mai des vergangenen Jahres konnte das Wirteehepaar die diamantene Hochzeit feiern.

Unser bestes Angebot ist wieder da: die Digitale Zeitung + das neuste iPad für 0 €