Erlebnis-Gastronomie, Ärztehaus, Technologiezentrum und Wohnungsbau – auf dem Lauffenmühle-Areal ist im Zuge einer Neu-Überplanung vieles denkbar. Nachdem die Gemeinde das Areal im Mai erworben hat, soll es nun rasch an die Neu-Bebauung gehen. Einen Vorentwurf stellte Isolde Britz vom Planungsbüro Lörracher Stadtbau GmbH jetzt dem Gemeinderat vor. In einem weiteren Schritt sollte ein städtebaulicher Planungs-Wettbewerb durchgeführt werden. Dieser Tagesordnungspunkt führte zu einer kontroversen Diskussion unter den Gemeinderäten.

„Ein Juwel“

Isolde Britz gratulierte der Gemeinde zunächst zum Erwerb des Gelände: „Das Areal wird einen erheblichen Mehrwert für die Gemeinde schaffen. Es ist eine hochwertige Fläche, die spannende Projekte, wie die denkmalgeschützten Gebäude oder die Lage direkt an der Wutach beinhaltet“, erläuterte die Planerin. In ihrem Vortrag riet sie allerdings von der Ausschreibung eines Wettbewerbs ab: „Die Vorgaben sind eindeutig. Der Knackpunkt ist der Eingangsbereich. Hier müssen Sie wissen, was dort hinkommen soll.“ Eine Ausschreibung helfe hier nicht weiter. „Die Einfahrt zum Wohngebiet ist praktisch vorgegeben, und der angedachte Platz für den sozialen, als auch dem exklusiven Wohnungsbau ergibt sich auch von selbst“, so Britz.

Blick in eine der leeren Lauffenmühle-Hallen. Bild: Rolf Sprenger
Blick in eine der leeren Lauffenmühle-Hallen. Bild: Rolf Sprenger

Nach dem ausführlichen Referat ergriff Gemeinderat Günter Dick das Wort: „Ich bin für die Durchführung eines Wettbewerbs.“ Und er erläuterte seine Gründe: „Die 165-jährige Historie der Firma Lauffenmühle und die damit verbundene Entwicklung der Gemeinde verpflichtet. Der Handel der Zukunft unterliegt in dieser schwierigen Zeit einem Veränderungs-Prozess. Wir sollten alternative Ideen aufgreifen, um ein optimales Konzept zu finden“, so Dick. Unterstützung fand er von Felix Schreiner und Hermann Pfau: „So eine Lage gibt es am ganzen Hochrhein nicht. Es ist ein Juwel, das muss etwas Besonderes werden.“

Am Ende ein Kompromiss

Bürgermeister Thomas Schäuble und Gemeinderat Oliver unterstützten dagegen die Meinung von Planerin Britz, gaben sich aber kompromissbereit: „Für den Eingangsbereich können wir uns durchaus einen Wettbewerb vorstellen. Auch für die Uferlage könnte das in Betracht kommen. Allerdings sehe ich keinen Grund, für den geplanten Wohnungsbau im hinteren Bereich einen Wettbewerb auszuschreiben“, sagte Bürgermeister Thomas Schäuble. Einig war man sich dann wieder, dass am Ende Einigkeit bezüglich der gewünschten Nutzung herrschen müsse. Deshalb wurde der Antrag zurückgestellt. In einem gemeinsamen Workshop soll der Rahmen für das künftige Konzept abgesteckt werden.

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