Beim Gasthaus Adler in Oberlauchringen tut sich was. Eine freie Fläche klafft dort, wo einst die Scheune des Herzog-Hauses stand. Die Giebelwand des alten Wohngebäudes ist weg, man kann ins Haus schauen. Die Familie Hartmann investiert in einen Neubau und den Umbau des alten Wohnhauses. Es entsteht ein neuer Gesamtkomplex mit der bestehenden Gastwirtschaft.

Der Ökonomie-Teil des Hauses Herzog ist abgerissen, hier entsteht ein Anbau ans Gasthaus Adler, das Wohnhaus wird umgebaut.
Der Ökonomie-Teil des Hauses Herzog ist abgerissen, hier entsteht ein Anbau ans Gasthaus Adler, das Wohnhaus wird umgebaut. | Bild: Südkurier

Neuer und alter Teil werden eins

Der Baugrund ist gerichtet, die Maurer beginnen ihre Arbeit. Sie ziehen in den kommenden Wochen und Monaten einen Neubau hoch, das alte Wohnhaus wird grundlegend saniert. Die bestehende Gastwirtschaft bleibt, wie sie ist. Sie wird lediglich mit Durchgängen mit dem neuen Teil verbunden. Der Gastronomiebetrieb wird durch die Baumaßnahmen nicht beeinträchtigt und ist weiterhin geöffnet.

Zwei bis drei neue Arbeitsplätze

Elf neue Gästezimmer entstehen unter anderem im Neubau mit Toilettenanlagen, einem barrierefreien Zugang und einem Lift. Somit kann Peter Hartmann, Inhaber des historischen Gasthauses, künftig 15 Zimmer zur Übernachtung anbieten, und er schafft zwei bis drei neue Arbeitsplätze.

Event-Location im Gewölbekeller

Eine neue Küche und Rezeption sollen im sanierten Wohntrakt des Herzog-Hauses ihren Platz finden. Im Gewölbekeller will die Familie Hartmann eine „Event-Location“ einrichten. Ein neuer Biergarten entsteht. Nach dem langen Genehmigungsverfahren haben die Arbeiten jetzt begonnen.

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Es ist ein großer Schritt, auch mit Blick auf die andauernde Corona-Krise. „Gerade jetzt, wenn die Gastronomie wieder geöffnet ist, ist es gut, zu sehen, dass es auch Gastronomiebetriebe gibt, die mutig in die Zukunft investieren“, sagt Lauchringens Bürgermeister Thomas Schäuble. Für die Familie Hartmann war klar, dass sich etwas tun muss.

Gewinnspanne schrumpft immer mehr

„Die klare Ansage unseres Beraters war, dass ein Gastronomiebetrieb in unserer Größe keine Zukunftschancen hat. Die Kosten steigen, die Gewinnspanne wird kleiner. Wir müssen die Umsätze steigern, damit, die nachfolgende Generation eine Zukunftschance hat.“ Die sollen vor allem die neuen Zimmer generieren. „Neue Zimmer sind hohe Investitionen, aber die Rendite ist besser“, weiß Peter Hartmann.

Das Gasthaus Adler wird nun schon in der vierten Generation von der Familie Hartmann-Frey geführt. In Küchenmeister Daniel Hartmann, Sohn des Wirte-Ehepaars Maria und Peter Hartmann, steht bereits die fünfte Generation am Herd. Er soll das Gasthaus in absehbarer Zeit weiterführen. Die Investition soll den Fortbestand sichern. Mit dem Kauf des Hauses Herzog 2016 war der erste Schritt getan. In einem Jahr sollen die Arbeiten fertig sein.