Wie Zahnstocher ragen Pfeiler aus dem Boden. Es sind jede Menge auf der Großbaustelle im neuen Baugebiet Riedpark, Pfeiler für die spätere Tiefgarage unter den beiden Wohn- und Geschäftshäusern, die die Riedpark Süd GmbH&CoKG bauen lässt. Die Decken werden eingezogen, bald ist nur noch die Fläche zu sehen, auf der die beiden Gebäudekomplexe mit Außenanlagen auf dem Gesamtareal von 4700 Quadratmetern entstehen. Es ist eines der letzten Projekte, bis der Riedpark komplett überbaut ist.

Investoren führen noch Gespräche

Allmählich können sich die Lauchringer ein klares Bild davon machen, wie das neue Baugebiet später einmal aussehen und die Lücke zwischen Ober- und Unterlauchringen geschlossen wird. Für viele spannend ist die Frage, wer die Gewerbeflächen in den neuen Gebäudekomplexe bezieht. Gerüchte kursieren.

Lebenshilfe zieht ein

Günter Dick, der mit Claus Schleith die Riedpark Süd gegründet hat, macht dazu keine Angaben, bevor nicht alles unter Dach und Fach ist: „Es gibt Bewerber, die Verträge stehen kurz vor dem Abschluss.“ Fest steht einzig, dass die Lebenshilfe in eins der neuen Häuser zieht. Dick: „Das ist vertraglich fixiert.“

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36 Wohn-, sechs Büroeinheiten und Flächen für Gewerbe entstehen. Wobei laut Dick offen ist, ob es vier Mal 800 oder zwei Mal 800 und vier Mal 400 Quadratmeter große Flächen für Gewerbebetriebe gibt. Gespräche laufen noch. Was die Sortimente betrifft, gab es viele Diskussionen, bis der Bebauungsplan feststand.

Beschränkungen für das Sortiment

Dazu sagt Dick: „Es gibt Beschränkungen für das Sortiment. An die halten wir uns.“ Der Baufortschritt liege so weit im Zeitplan. Vorgesehen war eine zweijährige Bauzeit bis zum Herbst 2021. Dick: „Das klappt wahrscheinlich nicht, es dauert, Stand heute, wohl bis zum Frühjahr 2022.“

Coronavirus verzögert Bau der Markthalle

Vier Jahre ist es her, als die ersten Häuser im Riedpark aus dem Boden geschossen sind. Start war auf dem Gelände entlang der Goethestraße, die beiden Gebäude sind heute nicht mehr zu sehen, wenn man an der Bundesstraße steht. Ein Projekt fehlt jetzt noch. Die Gemeinde plant eine Art Markthalle. „Mehrere Lebensmittelversorger unter einem Dach, für den Einkauf und direkten Verzehr“, beschreibt Lauchringens Bürgermeister Thomas Schäuble das Konzept, „leider ist das Projekt durch die Corona-Krise ins Stocken geraten, sonst wären wir schon am Bauen.“

Es ist schon eine Weile her, als das Stuttgarter Büro Wick und Partner als Sieger des städtebaulichen Wettbewerbs sein Konzept vorstellte und daraus der Bebauungsplan entwickelt wurde. Schäuble erklärt noch einmal die Schwerpunkte, die im neuen Baugebiet umgesetzt werden sollten: Wohnen, Ergänzung der Versorgung, soziale Einrichtungen und die Gestaltung des öffentlichen Raums.

Entscheidung für Geschosswohnungsbau

Ein Hauptanliegen des Gemeinderats war, eine Antwort auf die große Nachfrage nach Wohnraum zu finden. „Gleichzeitig wollten wir Fläche sparen“, sagt Schäuble, „deshalb haben wir uns für den Geschosswohnungsbau entschieden.“

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Das ist lang her, das Ende ist aber in Sicht. Schäuble rechnet damit, dass der Riedpark bis Mitte 2023 fertig ist, allerdings sieht er das Gesamtprojekt erst vollendet, wenn die Bahn die Unterführung beim Aldi gebaut haben wird.

Informationen im Internet:
http://www.lauchringen.de