Auf den Sportanlagen und in den Hallen in Lauchringen tut sich wieder was. Nach dem Ausbruch der Corona-Pandemie stand alles still. Im Juni und jetzt zum Beginn des Monats Juli hat es Lockerungen gegeben, die das Training wieder möglich machen. Natürlich unter strengen Hygienevorschriften. Einige Vereine trainieren wieder. Beim Handballclub gibt es wieder fast das volle Programm.

Kinder halten sich an die Regeln

Sie treffen sich endlich wieder, rennen, laufen, dehnen und strecken sich, werfen aufs Tor. Vor allem die Kleinen beim Handballclub Lauchringen sind froh, dass es wieder los geht. „Die Kids sind begeistert“, schildert Marcel Busch, Trainer der Sechs- bis Neunjährigen, seine Eindrücke nach dem ersten Training. Beeindruckt ist er davon, dass sich die Kinder an die Regeln halten. „Ich habe es einmal erklärt und musste niemanden ermahnen.“

Der Handballclub Lauchringen hat den Trainingsbetrieb in der Sporthalle nach den ersten Lockerungen der Corona-Verordnungen wieder aufgenommen. Die Kinder freut‘s.
Der Handballclub Lauchringen hat den Trainingsbetrieb in der Sporthalle nach den ersten Lockerungen der Corona-Verordnungen wieder aufgenommen. Die Kinder freut‘s. | Bild: privat/Marcel Busch

Schließlich ist es für die Jüngsten nicht ganz einfach, einen derart umfangreichen Maßnahmenkatalog zu verinnerlichen. Selbst für die Trainer und Betreuer bedeutet das Training ein großen Aufwand. Alle müssen mit Mund-Nasenbedeckung kommen. Erst in der Halle dürfen sie sie ablegen.

Gruppen klar eingeteilt

Um die Abstandsregeln einzuhalten, trainieren die kleinen Handballer in zwei Zehnergruppen. „Die Gruppen müssen definiert sein“, erklärt Busch, „man darf die Jungs nicht durchmischen.“ Das heißt: Wer in einer Gruppe ist, darf nicht zur anderen wechseln.

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Bis zum ersten Training mussten einige Hürden genommen werden. Es gab eine Informationsveranstaltung für die Vereine im Rathaus. Jeder Verein, der seinen Trainingsbetrieb wieder aufnehmen wollte, musste ein Hygienekonzept vorlegen.

Zehnseitige Schrift regelt alles

Busch hat eine zehnseitige Schrift verfasst. Darin enthalten ist auch ein Fragebogen, ob die Spieler gesund sind, ob sie mit infizierten Personen in Kontakt gekommen sind. 16 Hygieneregeln sind gelistet, auch eine Checkliste für die Trainer ist dabei. Die Namen jedes Trainingteilnehmers müssen aufgeschrieben werden.

Sie bringen die eigenen Bälle mit

„Wir haben die Kinder angehalten, dass sie ihre eigenen Bälle mitbringen“, sagt Busch. Die Halle ist in zwei Hälften geteilt. Die Trainer müssen die Übungsmaterialien nach Gebrauch desinfizieren. Busch: „Es ist schon ein fast normales Handballtraining.“

Jetzt sogar wieder mit 20 Sportlern

Mit dem Monatswechsel und den neuen Verordnungen darf man sogar wieder mit 20 Personen trainieren. Zweikämpfe sind wieder erlaubt. „Aber man soll darauf achten, das bei Eins-zu-eins-Übungen die Zweierteams immer gleich bleiben“, betont Busch.

Sie vermissen das Abklatschen

Was die Kinder neben Torschussübungen am meisten lieben, ist das Abklatschen nach dem Training. Darauf müssen sie noch verzichten. Zumindest verabschieden sie sich mit einem lauten Ruf – natürlich mit dem nötigen Abstand.

Neben dem Handballclub haben laut Michaela Gmelin, Verantwortliche im Rathaus, auch andere Vereine ein Hygienekonzept abgegeben. „Alle Indoorsportler haben eingereicht. Der Turnverein ist mit einzelnen Gruppen aktiv, der Budosport- und Tennisclub trainieren wieder“, sagt sie.

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Die Fußballer des SC haben bisher noch abgewartet. Gmelin: „Aber wie ich gehört habe, überlegen sie es sich, ob sie jetzt ein Konzept erstellen.“ Die neue Verordnung erlaubt sogar wieder Sportwettkämpfe und -wettbewerbe, auch im Breitensport.