Es ist eher ruhig geworden auf dem Lindenplatz in Oberlauchringen. Außer an Fasnacht oder bei anderen Veranstaltungen spielt sich dort heute nicht viel ab. Dagegen will die Gemeinde etwas tun und arbeitet seit einiger Zeit mit dem Freiburger Architekturbüro Sutter an der Vorplanung für die Sanierung des alten Ortskerns. Das Altdorf soll belebter werden.

Erste Zeitrahmen für sechs Jahre

Bund und Land haben für das Vorhaben schon mal 700.000 Euro zugesagt. „Es ist die erste Förderrate. Wir haben die Möglichkeit, in den folgenden Jahren weitere Fördergelder zu bekommen“, erklärt Bürgermeister Thomas Schäuble im Telefongespräch. Der erste zeitliche Rahmen sei auf sechs Jahre abgesteckt und könne verlängert werden.

Zwei markante Gebäude

Mit dem zugesicherten Geld kann die Gemeinde die nächsten Schritte einleiten. Pläne liegen schon auf dem Tisch, zumindest, was zwei Gebäude betrifft, die der Gemeinde gehören. Für sie soll ein neues Nutzungskonzept erstellt werden. Im Fokus stehen das markante Haus mit dem Treppengiebel in der Wettenstraße 2 und das Gebäude daneben in der Kirchstraße 11.

So sieht es aus: Die beiden Häuser aus einem anderen Blickwinkel, mit dem Brunnen.
So sieht es aus: Die beiden Häuser aus einem anderen Blickwinkel, mit dem Brunnen. | Bild: Michael Neubert

Einige Wünsche, die aus der Bevölkerung während einer frühreren öffentlichen Info-Veranstaltung gekommen sind, sind in die Entwürfe eingearbeitet worden. Arztpraxis, Lebensmittelversorgung, Versammlungsraum, Café und Mediathek standen auf der Wunschliste. Nach dem Stand der Vorplanungen sollen ins große Haus mit dem Treppengiebel ein Café mit einem integrierten Hofladen, einer modernen Mediathek und einem Bürgersaal in der oberen Etage kommen.

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Die beiden Gebäude stehen unter Denkmalschutz. Schäuble: „Die Gemeinde darf solche Gebäude nicht einfach abreißen, nur innen umbauen und mit neuem Leben erfüllen.“ Dafür hat die Gemeinde einen Spezialisten, das Freiburger Architekturbüro Sutter, gewonnen. „Das Unternehmen ist prädestiniert für solche Umbauten“, sagt der Rathauschef und verweist auf Vorzeigeobjekte des Büros in anderen Kommunen.

Möglichst viel Bausubstanz erhalten

Möglichst viel Bausubstanz solle erhalten werden. Auch das Umfeld solle neu gestaltet werden. „Das gibt eine deutliche Qualitätssteigerung“, ist sich Schäuble sicher. Eine der Folgemaßnahmen: Nach der Verlegung der Mediathek will die Gemeinde das alte Rathaus für den Ganztagesbetrieb der Grundschule Oberlauchringen umbauen. „Wir haben Bedarf nach einer Schülermensa und Räumen für die Nachmittagsbetreuung“, sagt Schäuble.

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Weiter stünden Überlegungen im Raum, den Pfarrgarten umzugestalten. Und wenn die Umgehungsstraße fertig ist, könne die Ortsdurchfahrt, die jetzige B34, neu gestaltet werden. Auch private Hausbesitzer im Sanierungsgebiet sollen ins Boot geholt werden. Schäuble erklärt: „Auch private Maßnahmen werden bezuschusst.“

Die Richtlinien dafür will der Gemeinderat bald festlegen. Die für den 12. Mai angesetzte Bürgerversammlung soll im Sommer nachgeholt, die Baugenehmigung für die beiden Häuser bis Jahresende eingeholt werden. „Ab 2021 werden wir bauen“, gibt sich Schäuble zuversichtlich.

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