Die Angst vor einem zweiten Lockdown nimmt zu. Davon konnte sich der Bundestagsabgeordnete Felix Schreiner bei einer Diskussionsveranstaltung mit dem Lauchringer Handels- und Gewerbekreis ein Bild machen. Das es bei seinem „Heimspiel“ nicht einfach werden würde, davon konnte Felix Schreiner bereits im Vorfeld ausgehen. Zwar wurden die Maßnahmen der Bundesregierung seit dem Ausbruch der Pandemie uniso als gut bewertet, allerdings wurden auch Versäumnisse angemahnt: „Uns hat das Virus in der Geschäftsentwicklung um fünf Jahre zurück geworfen“, sagte der Geschäftsführer des Modehaus Banholzer Derk Ischen, „angesichts des drohenden erneuten Lockdowns brauchen wir jetzt eine Planungssicherheit. Es müssen Szenarien erarbeitet werden, auf die wir uns einstellen können. Was passiert, wenn die Schweiz wieder als Risikogebiet erklärt wird?“

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Felix Schreiner antwortete, dass er mit seinen deutschen und Schweizer Kollegen an einer regionalen Lösung arbeite: „Angesichts der hohen Infektionsrate in der Schweiz ist dies leider möglich, aber es besteht in beider Ländern das Interesse, die es Pendlern und Kunden im grenznahen Gebiet ermöglicht die Grenze zu passieren.“ Weiterhin verwies er auf das 500 Milliarden KfW-Paket, das als Soforthilfe für Beschäftigte, Unternehmen und Selbstständige auf den Weg gebracht wurde. Er kritisierte dabei aber die regionalen Banken, die ein zügiges Verfahren oft behindert hätten.

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Die Senkung der Mehrwertsteuer war ein weiteres großes Thema. „Das Einpflegen der neuen Preise, das Etikettieren und die Abwicklung mit Leistungen, die in diesem Jahr gekauft aber erst im kommenden Jahr ausgeliefert werden, hat uns an die Grenzen des machbaren gebracht“, sagte Tanja Mutter (Geschäftsführerin Schuhhaus Mutter). Sie verwies auch auf die angespannte Situation ihrer Mitarbeiter: „Neben der Unsicherheit um den Arbeitsplatz, mussten viele nebenbei noch den Heimlehrer geben.“

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Felix Schreiner belegte mit aktuellen Zahlen, dass die Senkung der Mehrwertsteuer durchaus den gewünschten Effekt gehabt hätte. Er sei auch positiv gestimmt, dass die Senkung der Mehrwertsteuer noch um einige Zeit verlängert werde. Zum Thema Schule merkte er an, dass die Schulen bei einem möglichen Lockdown das letzte Glied in der Kette sein müsse. Ein wunder Punkt bleiben die Online-Riesen Amazon und Co. Derk Ischen verwies auf Italien und Frankreich, die zum Schutz der Kleinunternehmen während der Krise den Online-Handel stark eingeschränkt hätten. Er wünsche sich, und sprach damit allen aus dem Herzen, dass sich Schreiner für einen ähnlichen Weg einsetzen werde.

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