Die Grundschule in Oberlauchringen wird zukünftig durch eine eigene Schulsozialarbeiterin oder einen Schulsozialarbeiter betreut werden. Mit einem Stellenumfang von 50 Prozent soll dem wachsenden Anspruch nachgekommen werden.

Bisher wurde die Schule durch das Sozialteam der Schule am Hochrhein mitbetreut. Mit rund zwei Stunden pro Woche, was einem Pensum von etwa fünf Prozent gleichkommt, konnten die punktuellen Einzelfälle abgedeckt werden. „Das hat bis vor Corona zu einem großen Stück ausgereicht“, informierte Rektor Dietmund Schwarz in der jüngsten Sitzung des Gemeinderats Lauchringen.

Bedarf steigt aus mehreren Gründen

Veränderungen innerhalb der Gesellschaft, die Corona-Pandemie, Migrationsbewegungen, ein verstärkter Zuzug von sozial benachteiligten Familien und Flüchtlingsbewegungen wurden als ausschlaggebende Gründe für den gewachsenen Bedarf an Schulsozialarbeit genannt. Auch die Nachfragen an Beratungsgesprächen für Eltern kann mit dem bisherigen Pensum nicht mehr abgedeckt werden.

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Mit der Besetzung einer 50-Prozent-Stelle sollen unter anderem Einzelgespräche, kollegiale Beratung, Krisenintervention, Sozialtraining, Streitschlichtung und Elternarbeit abgedeckt werden. Die Verwaltung hat knapp 35.000 Euro jährliche Personalkosten berechnet, von denen etwa die Hälfte durch einen Landeszuschuss und eine Förderung durch den Landkreis abgedeckt werden könnten. Entsprechende Anträge wurden bereits gestellt. Weiter wären mit einmaligen Ausstattungskosten von rund 4000 Euro zu rechnen.

Als sehr gute Investition empfand unter anderem Philipp Schmidt-Wellenburg (SPD) die Summe und fasste zusammen „Ich finde das sehr wichtig.“ Tanja Steinegger (FW) sprach an, ob das umfangreiche Aufgabengebiet mit 50 Prozent abgedeckt sei, was von Seiten der Verwaltung bestätigt wurde.

Zuversicht bei Stellenbesetzung

Zuversichtlich sei man zudem, dass die Stelle aufgrund einer Ausschreibung auch besetzt werden kann. „Die Schule hat einen guten Ruf, das ist auch wichtig“, schloss Bürgermeister Thomas Schäuble. Der Gemeinderat war einstimmig für die Schaffung der Stelle und die damit verbundenen Investitionen.

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