Die Krise als Chance nutzen. Bei der Hauptversammlung der Lauchringer Sozialdemokraten waren sich die Redner einig, dass die schmerzhaften Lehren aus der Corona-Pandemie, auch als Chance zur Erneuerung und Verbesserung der Gesellschaft beitragen können. Trotz der schlechten bundesweiten Wahlergebnisse in der Vergangenheit, war beim Lauchringer SPD Ortsverband keine Spur von Pessimismus spürbar.

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Der Vorsitzende Philipp Schmidt-Wellenburg ist überzeugt davon, dass die durch Corona verursachten wirtschaftlichen und sozialen Folgen verursachten Schäden, die Bevölkerung zum Nachdenken bringen wird. „Es hat sich gezeigt, dass einzig ein starker Staat regulierend und stabilisierend eingreifen kann“, erläuterte er in seiner Eröffnungsrede. „Kurzarbeiter- und Elterngeld, die sich jetzt als heilende Mittel zeigen, waren schon immer Leistungen, für die sich die SPD stark gemacht hat, fuhr er fort. Er setze auch weiter auf mehr Gemeinschaftssinn: „Wir dürfen nicht alles in Euro messen.

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Der Kapitalismus hat gezeigt, dass er in Krisenzeiten keine Lösungen bietet.“ Die Stärkung der Gesellschaft, insbesondere der sozial Schwachen muss das Ziel sein, dafür will er sich weiterhin einsetzen. Auf einem guten Weg sieht Schmidt-Wellenburg die Gemeinde Lauchringen. Die Dorfkernsanierung Oberlauchringen, die Ortsumfahrung und der Kauf des Lauffenmühle Areal sind richtungsweisende Projekte, die auch von den vier aktuell amtierenden Gemeinderäten der SPD mitgetragen werden. „Wir wollen uns dafür einsetzen, dass auf dem Lauffenmühle Gelände auch bezahlbarer Wohnraum entsteht“, stellte er beispielsweise klar.

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Die Bundestagsabgeordnete Rita Schwarzelühr-Sutter ließ es sich nicht nehmen, ihrem Ortsverein persönlich für ihren Einsatz bei den vergangenen Kommunalwahlen zu danken. In ihrer Rede berichtete sie auch von den teils turbulenten Verhandlungen aus Berlin. „Die SPD hat gezeigt, dass wir wieder eine Einheit sind. Wir haben uns für die Senkung der Mehrwertsteuer, der Entlastung der Kommunen und weiteren Konjunkturpaketen stark gemacht. „Wir müssen aber lernen, die Maßnahmen dem Bürger zu erklären, da müssen wir besser werden, übte sie auch Kritik.

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Beispielhaft nannte die Abgeordnete das Verhältnis mit der Automobilindustrie: „Der Automobilbau ist eine Schlüsselindustrie, in dem auch im Landkreis Waldshut viele Arbeitsplätze hängen. Allerdings wollen wir uns dafür einsetzen, dass wir den Umstieg auf zukunftsfähige Technologien gemeinsam schaffen. Das Thema Klima und die Digitalisierung werde auch in Zukunft im Fokus stehen. Bei den Vorstandswahlen wurde Marion Hackel als stellvertretende Vorsitzende bestätigt. Das Amt der Kassiererin übernimmt Andrea Timm. Als Beisitzer wurden Martina Meier, Regina Schmied, Julia Saruga, Ingrid Pichler, Dieter Michel und Maximilian Mager gewählt.