Im vergangenen Sommer hat sich der Gemeinderat Lauchringen mit der Neugestaltung des Lindenplatzes in Oberlauchringen befasst. Nun begann die erste Sitzung im neuen Jahr gleich mit der Vorstellung des zukünftigen Herzstücks im Ortsteil. Die Wettenstraße 2 soll als Gemeinschaftshaus ein Ort der Begegnung und der Kultur werden.

Früher waren Zuchtbullen in dem denkmalgeschützten Gebäude untergebracht. Bis heute wurde es landwirtschaftlich genutzt. Das jetzt vorgestellte Konzept für die 1119 Quadratmeter Fläche soll einen komplett anderen Bedarf abdecken. Der beauftragte Architekt Bruno Jehle von der Jehle Architektur GmbH in Lauchringen präsentierte dem Gremium das Projekt.

Ein rundes Konzept

Im Erdgeschoss ist ein Café, ausgestattet mit einer dem Gastronomiebedarf entsprechenden Küche geplant. Auch eine Einkaufsmöglichkeit regionaler Produkte ist vorgesehen. Ein kleiner Anbau auf der rechten Seite des Gebäudes soll diesen Bereich erweitern. Die großzügige und neu gestaltete Mediathek soll sich zudem auch im Erdgeschoss befinden. Ein weiterer Teil, voraussichtlich der Bereich für Kinder- und Jugendliteratur, ist im ersten Stock des Gebäudes vorgesehen. Hier wurde bereits im Rahmen der Sitzung der Auftrag für den Innenausbau der kompletten Mediathek an die Firma UKW Innenarchitekten GbR aus Krefeld vergeben werden. Rund 350.000 Euro werden die maßgenauen Möbel kosten.

Der Bürgersaal

Im Obergeschoss ist ein Bürgersaal geplant, der ebenfalls vielseitig genutzt werden soll. Unter dem Dach wird ausreichend Platz für Wirtschaftsräume geschaffen. Weiter ist der Einbau eines Fahrstuhls geplant, der die barrierefreie Nutzung des Gebäudes sicherstellen soll. Die frühere Idee hingegen, einen Bankautomaten in das Gebäude zu integrieren, kann nicht realisiert werden.

Wie es weitergeht

Die aktuell noch laufenden Mietverträge sind zum 1. März beendet. Dann wird die Jehle Architektur GmbH weitere wichtige Untersuchungen innerhalb des Gebäudes ausführen können. Mit den Ergebnissen können dann direkt im Anschluss die detaillierten Ausschreibungen der einzelnen Gewerke erfolgen. Nach dem aktuellen Stand gehen die Verwaltung und das beauftragte Architekturbüro davon aus, dass im Sommer erste Rückbaumaßnahmen ausgeführt werden können. Nach den Handwerkerferien könnte theoretisch mit ersten Umbauarbeiten begonnen werden.