Wenn es nach den Mitgliedern der neuen Arbeitsgruppe des Familienzentrums in Lauchringen geht, sollen bald am Hochrhein viele bunte Rampen aus Legosteinen beeinträchtigten Menschen den alltäglichen Weg erleichtern. Sie sind gedacht für Menschen im Rollstuhl, mit Rollator und mit Kinderwagen.

Ähnlich wie beispielsweise in Köln oder Ravensburg wollen Ulla Hahn (Leiterin des Familienzentrums), Tanja Schäuble (Koordinatorin der betreuten Wohngemeinschaft), Siglinde Rotzinger (Behindertenbeauftragte des Landkreises), Andreas Schumpp (Bereichsleitung Abenteuerland) sowie Julian Frey (Praktikant), Raum und Möglichkeiten schaffen, damit die farbenfrohen Überbrückungshilfen entstehen und verteilt werden können.

Ulla Hahn, Julian Frey, Tanja Schäuble, Siglinde Rotzinger und Andreas Schumpp (von links) freuen sich auf viele Bauwillige und ...
Ulla Hahn, Julian Frey, Tanja Schäuble, Siglinde Rotzinger und Andreas Schumpp (von links) freuen sich auf viele Bauwillige und hoffentlich ausreichend Spenden von Legosteinen. | Bild: Tina Prause

„Wir haben vor, das Projekt hier vor Ort loszutreten“, erklärt Ulla Hahn und ergänzt, dass es dem Team auch wichtig sei, „auf die Problematik hinzuweisen“. Dass es bereits Probleme bei der Nutzung eines Rollators geben kann, weiß Siglinde Rotzinger. Sie erklärt, dass „bedingt durch die Substanz der Altstadt“ eine Barrierefreiheit weniger gegeben ist.

Diese drei Dinge werden benötigt

Helfende Hände

Gemeinsam mit der Siedlergemeinschaft Oberlauchringen entstand bereits die erste Kooperation. Unter der Leitung von Tanja Schäuble soll ein Angebot für Kinder ab zehn Jahren geschaffen werden. Auch hat sich bereits ein Unternehmen für die Aktion interessiert und möchte mit den Auszubildenden ein soziales Projekt durchführen.

Erwachsene sind selbstverständlich gleichermaßen willkommen. Der Kreativität sind keine Grenzen gesetzt. Das Team kann sich vorstellen, dass auch Vereins- oder Firmenlogos von Unterstützern und Sponsoren eingebaut werden. „Wir warten ab, was passiert“, sagt Ulla Hahn.

Legosteine als Baumaterial

Es werden dringend Legosteine als Spenden gesucht. Das Familienzentrum wird als Annahmestelle fungieren. Dabei spielt es keine Rolle, ob es sich um eine Kiste aus dem Keller handelt, mit denen nicht mehr gespielt wird, aussortiert aus dem Kinderzimmer oder ob neue Steine gespendet werden. Es muss lediglich darauf geachtet werden, dass es Originalsteine von Lego sind.

Ohne Steine kann das Projekt nicht starten.
Ohne Steine kann das Projekt nicht starten. | Bild: Tina Prause

Hinweise auf Hindernisse

Schließlich geht es darum, Einsatzmöglichkeiten für die hoffentlich vielen bunten Rampen zu finden. „Wenn Ihnen also eine schwierige Kante aufgefallen ist, Sie privat zur Überbrückung in das Gartenhaus eine Rampe benötigen könnten oder um den Eingang in ein Geschäft zu erleichtern, wenden Sie sich an das Familienzentrum“, ruft die Einrichtung auf. Zu beachten gilt, die Schwellen dürfen nicht höher als 14 Zentimeter sein und sollten sich in der Region Hochrhein befinden.

Bis sich die ersten Interessierten gemeldet haben, gibt es noch viel zu tun. Der Lagerraum für hoffentlich viele Legosteine wird hergerichtet und zusätzliches Baumaterial, wie beispielsweise Moosgummi, Klebstoff oder Hammer müssen parat liegen. Dann werden bald auch in der Region Hochrhein viele bunte Rampen aus Legosteinen einen barrierefreien Weg ermöglichen.

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