Lauchringen (sho) Doktor med. Kurt Mosetter zeigt auf, welche Wirkung ein qualifiziertes Muskeltraining auf unser Immumsystem hat.

Trainierte Muskeln stärken das Immunsystem

Körperliche Aktivität sorgt für Gesundheit und Wohlbefinden. Wer regelmäßig trainiert, ist ausgeglichener, leistungsfähiger und gesünder – das ist uns allen sicherlich schon lange bekannt. In der Wissenschaft stellten sich Forscher häufig die Frage, warum genau das so ist. Und tatsächlich konnte vor einigen Jahren der wichtige Mechanismus für die positiven Wirkungen von Training gefunden werden.

Heilstoffe aus der Muskulatur

Verantwortlich für die positiven Effekte von Training sind die sogenannten Myokine. Das sind Botenstoffe, die vom Muskel produziert werden und von dort aus überall im Körper ihre Wirkung entfalten. Aufgrund ihrer vielen positiven Wirkungen werden sie auch als Muskelheilstoffe bezeichnet.

Optimale Unterstützung des Immunsystems

Neben Muskeln, Knochen, dem Stoffwechsel, dem Herz?Kreislauf?System und dem Gehirn wirken Myokine besonders stark auf das Immunsystem. Indem sie Entzündungen im Körper bekämpfen, nehmen sie Viren, Bakterien und anderen Krankheitserregern die Möglichkeit, Schaden im Körper anzurichten.

Zudem unterstützen sie die T?Lymphozyten bei der Immunabwehr sowie die natürlichen Killerzellen, die eindringende Viren innerhalb von Millisekunden unschädlich machen können. Man kann durchaus sagen, dass die Myokine die Batterien des Immunsystems auflädt.

Sirtuine reparieren Immunschäden

Die besonders bekannten Myokine sind Interleukin 6, Interleukin 15, Interleukin 7 und Sirtuine. Insbesondere die Sirtuine können tieferliegende Immunschwachstellen und Schäden reparieren.Damit die Maßnahmen des Immunsystems an den richtigen Stellen wirken können, werden die Myokine durch „Exerkine“ in kleinen Bläschen, den sogenannten Nano?Vesikeln, flankiert. So können die Regulatoren des Immunsystems, wie Immunglobuline und Antikörper, bedarfsgerecht an die nötigen Stellen des Körpers transportiert werden.

Auch Herz-Kreislauf-Erkrankungen wird vorgebeugt

Nach wie vor ist die häufigste Todesursache in Deutschland eine Herz?Kreislauf?Erkrankung. Alleine 2017 waren es über 344.500 Todesfälle. Weltweit sterben mehrere Millionen Menschen jährlich an Herzinfarkten oder anderen Herz?Kreislauf?Erkrankungen wie Bluthochdruck, einem Schlaganfall oder Atherosklerose. Es gibt aber auch eine gute Nachricht: Diese Erkrankungen, die wir zu den Zivilisationskrankheiten zählen, sind frühzeitig vermeidbar.

Lebensstil entscheidend

Entgegen der früheren Vorstellung, dass Herz?Kreislauf?Erkrankungen am Herzen beginnen, weiß man heute, dass der Lebensstil maßgeblich für die Entwicklung von Bluthochdruck, Herzinfarkten und Co. verantwortlich ist.

Eine falsche Ernährung gepaart mit Bewegungsmangel sind die Hauptursachen für Herz?Kreislauf?Erkrankungen. Aber auch unsere schnelllebige Zeit mit viel Stress, wenig Schlaf und fehlendem psychischen Ausgleich tragen ihren Teil zu den Beschwerden bei.

Auf der Ernährungsseite fördern insbesondere Zucker, zu viel Omega?6?Fettsäuren sowie stark verarbeitete Lebensmittel das Entstehen von Herz?Kreislauf?Erkrankungen.

Zudem steigt die Menge an stark verarbeiteten Lebensmitteln, die wir essen, enorm an. Diese sorgen dafür, dass wir viele Kalorien aufnehmen, die uns jedoch nicht lange satt machen. Auf lange Sicht gesehen, begünstigt das Übergewicht, eine Fettleber, Bluthochdruck, das metabolische Syndrom und damit Herz?Kreislauf? Erkrankungen. Außerdem enthalten sie viel Salz und ungesunde Transfettsäuren. Das begünstigt Entzündungen im Körper. Haben wir zu viele davon, werden wir krank. Hier kommen wieder die Myokine ins Spiel, die eine große Rolle im Kampf gegen Entzündungen spielen.

Training ist mit die beste Medizin

Der beste Weg, um von der wunderbaren Wirkung der Myokine zu profitieren, ist körperliche Aktivität in Form von Training. Insbesondere das Krafttraining sorgt für eine regelrechte Explosion von Myokinen im Körper. Aber auch beim Kardiotraining, das zudem jede Menge positive Effekte für das Herz-Kreislauf-System hat, erhöht sich die Konzentration der Muskelbotenstoffe deutlich. Tatsächlich hat das Krafttraining die Nase bei der Myokinausschüttung vorne.

Auf das richtige Training kommt es an

Grundsätzlich gilt: Je intensiver man trainiert, desto mehr Myokine werden ausgeschüttet. Damit das Training individuell auf die eigenen Ansprüche zugeschnitten werden kann, sollte man sich von einem Trainingsexperten in, zum Beispiel einem Fitnessstudio beraten lassen, welche Trainingsintensität die richtige ist.

Wenn also die Myokine die Batterie des Immunsystems aufladen, dann sind trainierte Muskeln der Dynamo, der diese antreibt. Das Wichtigste ist es, regelmäßig zu trainieren – nur dann ist die anhaltende positive Wirkung der Myokine und damit auch die unserer Gesundheit gewährleistet.

Muskeltraining

Ass GesundSeinzentrum und Everybody’s Fitness informieren: „Machen Sie Ihr Immunsystem fit mit Qualitäts-Muskeltraining. Starten Sie jetzt und profitieren Sie!“

Weitere Infos im Internet:
http://www.ass-lauchringen.dewww.everybodys-fitness.de

75 Jahre Geschichte. 75 Jahre Erfahrung. 75 Jahre Journalismus. Sichern Sie sich jetzt für kurze Zeit ein ganzes Jahr zum Jubiläumspreis von 75 €.