Ein Jubiläum feierte das weit über die Gemarkungsgrenzen bekannte Dreikönigspreisjass der Feuerwehr Lauchringen, das nun zum 50. Mal stattfand. Mit mehr als 100 Jass-begeisterten Spielern fanden in diesem Jubiläumsjahr so viele Teilnehmer wie schon lange nicht mehr den Weg ins Feuerwehrgerätehaus; darunter waren mit Josef Herzog und Edwin Ebi auch Teilnehmer des ersten Dreikönigspreisjass. Gewinner des Jubiläums-Jass wurde Dieter Bächle aus Indlekofen.

Unter den Jass-Spielern aus dem gesamten Landkreis sowie angrenzenden Landkreisen und aus der benachbarten Schweiz waren 39 Frauen. Die Altersspanne reichte von 16 bis 89 Jahre. In drei Runden spielten sie um die höchste Punktzahl sowie um die zahlreichen hochwertigen Gewinnprämien.

Teilnehmer der ersten Stunde: Josef Herzog (links) und Edwin Ebi.
Teilnehmer der ersten Stunde: Josef Herzog (links) und Edwin Ebi. | Bild: Dietmund Schwarz

Keiner der Teilnehmer verließ zu später Stunde ohne einen Preis das Feuerwehrhaus. Zu gewinnen gab es unter anderem einen Fernseher, einen Fernseh-Sessel, reichhaltig gefüllte Geschenkkörbe sowie zahlreiche Gutscheine. Und selbst für den letzten Platz gab es einen Trostpreis in Form eines halben Zentners Kartoffeln.

Mit der höchsten Summe an Spielpunkten gewann Dieter Bächle aus Indlekofen das Turnier. Den zweiten Platz errang Franz Strittmatter aus Albbruck, dicht gefolgt von Waldemar Käsheimer aus Riedern am Sand.

Lauchringens Feuerwehrkommandant Bernhard Loll (rechts) zusammen mit seinem Stellvertreter Mike König, Waldemar Käsheimer (dritter Platz), Franz Strittmatter (zweiter Platz) und Preisjass-Gewinner Dieter Bächle (von links).
Lauchringens Feuerwehrkommandant Bernhard Loll (rechts) zusammen mit seinem Stellvertreter Mike König, Waldemar Käsheimer (dritter Platz), Franz Strittmatter (zweiter Platz) und Preisjass-Gewinner Dieter Bächle (von links). | Bild: Dietmund Schwarz

Die aktiven Frauen und Männer der Feuerwehr Lauchringen, in deren Hand die Organisation des Preisjasses lag, kümmerten sich neben dem gerechten Spielablauf auch um die umfassende Bewirtung.

Kommandant Bernhard Loll, der sich über den außerordentlich großen Zuspruch am Jubiläumspreisjass, freute, stellte bei der Siegerehrung auch gleich das 51. Preisjass-Turnier an Dreikönig für das Jahr 2021 in Aussicht. Er betonte: „Als vor 50 Jahren die Feuerwehr mit der Idee kam, ein Preisjass an Dreikönig auszurichten, hat keiner damit gerechnet, dass daraus eine Tradition wird, die auch heute noch großen Zuspruch erfährt. Darüber freuen wir uns ungemein und hoffen sehr, dass das Interesse auch in den nächsten 50 Jahren noch so groß ist.“

„Jass ist für mich auch ein Gehirnjogging“

Edwin Ebi ist ein Spieler, der schon bei der Premiere des Dreikönigs-Preisjass der Feuerwehr Lauchringen dabei war. Für ihn hat die Veranstaltung auch künftig einen hohen Reiz.

Herr Ebi, wie erinnern Sie sich an die Anfänge des Dreikönig-Preisjass der Feuerwehr?

Es war zu Beginn nur ein Feuerwehr internes Turnier. Später kamen dann viele einheimische Jass-Spielerinnen und -spieler dazu. Und mit den Jahren kamen dann immer mehr Jass-Begeisterte aus den umliegenden Ortschaften dazu. Bis 1993 fanden die Preisjasse jeweils abwechselnd im Gasthaus „Adler“ und im Hotel „Feldeck“ statt.

Was ist für Sie das Besondere am Jassen?

Es ist reizvoll – beim Schieber mit insgesamt vier Spielern – mit seinem zugelosten Partner mit den jeweiligen Spielkarten eine möglichst hohe Punktzahl zu erreichen. Es ist für mich auch ein Gehirnjogging, da man sich die bereits gespielten Karten merken können sollte. Es ist auch ein gewisses Maß an Spieltaktik gefragt, die ausschlaggebend sein kann.

Was hat sich im Laufe der Jahre verändert?

Früher waren hauptsächlich schon etwas ältere Spieler da. Zwischendrin gab es auch mal einen Teilnehmerrückgang zu verzeichnen. Es gab auch Jahre mir sehr vielen Teilnehmern, die höchste Teilnehmerzahl lag bei 120 Jass-Spielern.

Hat der Dreikönigs-Preisjass Zukunft?

Auf jeden Fall! In den letzten Jahren haben erfreulicherweise viele jüngere Jass-Spieler daran teilgenommen. Da jeder Teilnehmer einen schönen Preis erhält, ist die Teilnahme nach wie vor sehr attraktiv. (die)