Kultusministerin Susanne Eisenmann war bei der politischen Weinlese des CDU-Ortsverbands Lauchringen zu Gast. Sie sprach zu den Themen Bildung und Digitalisierung und ging auf die Europa- und Kommunalwahlen ein.

Applaus der rund 200 Bürger erntete die Ministerin vor allem dafür, um den Erhalt von Haupt- und Werkrealschulen kämpfen zu wollen. „Die berufliche und die akademische Ausbildung müssen gleichwertig sein“, so Eisenmann. Die Wiedereinführung der verpflichtenden Grundschulempfehlung sei richtig, und handwerkliches Talent müsse ebenso gefördert werden wie kognitives. Trotz Lehrermangels sollen auch die im ländlichen Raum wichtigen Kleinstschulen erhalten bleiben. Um das Bildungsniveau im Land wieder zu steigern, plädierte Eisenmann dafür, von anderen Bundesländern zu lernen. Hierzu gehöre, Kinder bereits in der Kita auf die Schule vorzubereiten und auch die Eltern zu unterstützen. „Wir werden beginnen, Kinder schon früher zu fördern“, sagte die Ministerin. In diesem Zusammenhang spiele auch die Digitalisierung eine wichtige Rolle, der Laptop könne aber niemals das Buch, und das Wischen über den Bildschirm nicht das Lesen ersetzen, so Eisenmann. Auch Persönlichkeits- und Meinungsbildung sollten stärker gefördert werden, wenngleich Eltern nicht aus ihrer Verantwortung entlassen werden dürften. „Schule ist nicht Reparaturbetrieb der Gesellschaft“, sagte Eisenmann.

Angesichts der anstehenden Europa- und Kommunalwahlen gab Eisenmann den Zuhörern eine Warnung mit auf den Weg. Es gelte, die starke deutsche Demokratie und die mit ihr einhergehenden Freiheiten zu verteidigen, so Eisenmann. Man dürfe nicht auf einfache Antworten auf schwierige Fragen hereinfallen, wie sie von Rechts angeboten werden. Die anstehenden Wahlen böten jedem die Möglichkeit, gesellschaftliche Themen sowohl auf Europa-Ebene als auch in der eigenen Kommune direkt zu gestalten. Im Anschluss Vortrag hatten Bürger die Gelegenheit, mit der Ministerin, aber auch mit Bundestagsabgeordnetem und CDU-Ortsvorsitzendem Felix Schreiner sowie den CDU-Gemeinderatskandidaten ins Gespräch zu kommen.