• Felix Schreiner, CDU-Bundestagsabgeordneter: "Die Nachricht vom endgültigen Aus der Lauffenmühle hat mich in Berlin erreicht und macht mich traurig. Damit geht ein jahrelanger Überlebenskampf inmitten einer deutschlandweiten Krise der Textilindustrie zu Ende. Ich bin nur wenige Meter vom Produktionsgelände in Unterlauchringen aufgewachsen. Generationen in meiner Heimatgemeinde haben ihr Arbeitsleben in der Lauffenmühle verbracht – beinahe in jeder Familie sind Spuren der über 175-Jährigen Unternehmensgeschichte zu finden.
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Die Geschichte der Lauffenmühle ist zudem eng mit der Entwicklung der Gemeinde Lauchringen verwoben. Meine Gedanken sind bei den Beschäftigten, für die diese Nachricht den Verlust ihres Arbeitsplatzes bedeutet. Meine klare Erwartung an die bisherigen Eigentümer ist daher genauso deutlich: Es braucht Zukunftsperspektiven und einen umfassenden Sozialplan für die Beschäftigten, die bis zuletzt für die Rettung des Unternehmens gekämpft haben. Den Mitarbeitern, aber auch der Gemeinde Lauchringen, für die die Folgen noch nicht absehbar sind, sage ich dabei meine politische Unterstützung zu."

Bild: Jan Kopetzky
  • Rita Schwarzelühr-Sutter, SPD-Bundestagsabgeordnete und Parlamentarische Staatssekretärin, erklärte am Donnerstag: „Der Strukturwandel der Textilindustrie am Hochrhein hat mit der Insolvenz der Lauffenmühle sein trauriges Ende genommen. Das ist nicht nur für die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer, sondern auch für Lauchringen und unsere gesamte Heimatregion ein schwerer Schlag."
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Die Politikerin aus Lauchringen weiter in ihrer Stellungnahme: "Die Lauffenmühle war eine Institution. Die für die Herstellung von Arbeitskleidung angefertigten Stoffe und früher von hochwertigen Jeansstoffen waren ein Musterbeispiel von ,Made in Germany’. Auch innovative Produkte in den vergangen Jahren haben nicht den nötigen Erfolg gebracht. Leider hat sich nun auch im fünften Insolvenzverfahren kein wirtschaftlich nachhaltiges Konzept ergeben, welches den Erhalt der rund 240 Arbeitsplätze dauerhaft gesichert hat."

Bild: Susie Knoll SPD