Seit vergangenen Samstag weilen sechs junge Besucher aus der ganzen Welt in Lauchringen. Die Freiwilligen leben im neuen Gebäude des Abenteuerlandes, das zum Familienzentrum Lauchringen gehört und absolvieren hier ein „Work-Camp“. Entstanden ist dieses Projekt durch den Verein Internationale Begegnungen in Gemeinschaftsdiensten (IBG) und Bürgermeister Thomas Schäuble. „Wir wurden von der IBG angefragt, ob wir uns vorstellen könnten, ein solches Camp in unserer Gemeinde anzubieten“, so Schäuble. „Jetzt, da das Abenteuerland-Haus fertig ist, bietet sich das natürlich an.“ Ermöglicht wurde das Projekt finanziell durch die Gemeinde und einer großzügigen Spende von rund 4000 Euro der Firma Simmler. „Wir finden, dass das hier ein förderungswürdiges Projekt ist, bei dem junge Leute raus in die Natur kommen und das unterstützen wir sehr gerne“, so Ute Simmler. „Das Projekt passt gut mit unserer Unternehmensphilosophie von Naturverbundenheit und Nachhaltigkeit zusammen.“

Täglich sechs Stunden arbeiten

In den kommenden zwei Wochen werden die Freiwilligen verschiedene Arbeiten auf dem Gelände des Abenteuerlandes und in der Lauchringer Gemeinde verrichten. „Es ist vorgesehen, dass täglich sechs Stunden gearbeitet wird, in der Zeit-Einteilung sind wir aber frei“, erklärt Andreas Schumpp, Leiter des Abenteuerlandes. So haben die Freiwilligen bereits Springkraut am Wutach-Ufer entfernt und Erdhügel hinter dem Abenteuerland-Haus versetzt, um dort einen Garten anzulegen. „Mir ist es wichtig, dass die Freiwilligen raus in die Natur kommen und am Ende des Tages das Ergebnis ihrer Arbeit sehen können“, betont Bürgermeister Schäuble. Die jungen Freiwilligen kommen aus den verschiedensten Ecken dieser Welt. Ivana Kusmanovic zum Beispiel ist aus Serbien und arbeitet dort als Lehrerin. „In meinen Ferien habe ich Lust etwas mehr mit meinen Händen zu arbeiten, deshalb nehme ich schon zum zweiten Mal an einem Work-Camp teil“, erzählt sie.

Andere Kulturen kennenlernen

Auch Aygul Farzaliyeva aus Aserbaidschan verbringt ihre Urlaubs-Tage in Lauchringen. „Das Projekt ermöglicht es mir, in Länder zu reisen, in die ich sonst nicht so einfach reisen kann, da ich immer ein Visum brauche“, so Farzaliyeva. Blanca Baert Asbert, Coralie Divaret und Euna Lee sind aus Spanien, Frankreich und sogar Südkorea angereist. Alle drei Mädchen sind Studentinnen und vebringen einen Teil ihrer Semester-Ferien im Work-Camp. Besonders Spaß macht den jungen Frauen, dass sie jeden Tag etwas anderes arbeiten und immer etwas dazu lernen. In ihren freien Stunden hat die Gruppe Zeit die Gegend zu erkunden, ins Schwimmbad zu gehen oder gemeinsam zu kochen.