Auf eine außerordentliche große Resonanz stieß auch in diesem Jahr das Weihnachtskonzert des Musikvereins Oberlauchringen. Vorsitzender Alexander Schmidle konnte in der voll besetzten Gemeindehalle nahezu 400 Konzertbesucher, darunter die Ehrengäste Hermann Pfau als Bürgermeisterstellvertreter mit Frau, sowie den Ehrenpräsidenten des Blasmusikverbandes Hochrhein Franz Baier willkommen heißen. Den ersten Konzertteil gestaltete das Jugendblasorchester Lauchringen (JBO), erstmals unter der Regie von Patricia Schmid, die mit erstaunlicher Routine und ohne erkennbares Lampenfieber ihr Debüt als Dirigentin bravourös meisterte. Mit "Jubilance" von James Swearingen, '"Leningrad'" von Billy Joel und "Pasadena" von Jacob de Haan, hatte sie sehr unterschiedliche und zum Teil auch nicht gerade leichte Stücke ausgewählt. Einerseits schwungvoll und beschwingt, aber auch sehr feierlich und ausdrucksstark interpretierte das JBO seinen Konzertteil zur großen Freude der Zuhörer, die mit heftigem Beifall eine Zugabe forderten. Gut vorbereitet hatten Alina Trefzer und Elias Baldischwieler informativ durch das Programm geführt.

Zuerst behutsam, dann aber sich schnell steigernd zu teilweise bizzaren Klangbildern, begann mit dem Stück "Virginia" von Jacob de Haan die zweite Konzerthälfte unter der Regie von Jürgen Röhrig. Auch in den folgenden Stücken "Fate Of the Gods" von Steven Reineke und "Concert Prelude", bei dem Patricia Schmidt auch ihr Debüt als Vizedirigentin des Musikvereins Oberlauchringen gab, überzeugte das Orchester durch dynamisch Klangfülle. Sehr eindrucksvoll kam auch die große Authentizität zu den von Anja Isele humorvoll erläuterten Hintergrundinformationen der einzelnen Stücke zum Ausdruck. Nach der Ehrung für drei Vereinsmitglieder und einer weiteren Pause führte Jürgen Röhrig sein Orchester mit "American Beauties", Phantom Of The Opera" mit einem ergreifenden Saxophonsolo von Karl Schäfer, sowie mit "Wind Of Provence" zu weiteren musikalischen Höhepunkten des Abends, die vom Publikum mit frenetischem Beifall bedacht wurden. Erst nach zwei Zugaben durften die Akteure die Bühne schließlich verlassen.