Die Gemeinde Lauchringen wird im Rahmen des Landes-Wettbewerbs „Natur nah dran“ gefördert. Sie eine von landesweit 13 Gemeinden, die sich mit ihren Bewerbungen bei dem Projekt zur Förderung der biologischen Vielfalt im Siedlungsraum durchgesetzt haben. Teilgenommen hatten 72 Städte aus Baden-Württemberg. Die ausgewählten Orte erhalten eine Zuwendung in Höhe von bis zu 50 Prozent der entsprechenden ökologischen Projekte – bis zu 15 000 Euro.

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Für Lauchringen ist es die erste Bewerbung für den Landeswettbewerb. Sie stammt aus den Reihen des Klimabeirats und überzeugte gleich im ersten Durchlauf. Das Team aus Bärbel Satzer, Yvonne Becker und Oliver Roters hatte bereits im vergangenen Jahr mit den Vorbereitungen für die Teilnahme begonnen und wählte fünf Rasenflächen aus, die ökologisch aufgewertet werden sollen: zwei Verkehrsinseln in der Lauchringer Straße und der Grundstraße, Flächen beim Parkplatz zwischen Gemeindehalle und Grundschule Oberlauchringen, ein Grünstreifen zwischen Industriegebiet Wiggenberg und Detzelner Straße und eine an das Freibad angrenzende Wiese.

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Für die Gemeinde und ihren Klimabeirat liegen die Vorteile der Umgestaltung auf der Hand: Naturnahe Grünflächen fördern die biologische Vielfalt und wirken so dem Insektensterben entgegen. Außerdem sind sie pflegeleichter als ein getrimmter Rasen.

Neben der finanziellen Zuwendung profitieren Teilnehmer auch von Schulungs-, Beratungs- und Marketingleistungen durch den Nabu. Insgesamt können so vier Mitarbeiter der Gemeinde zu ökologischen Inhalten im Zusammenhang mit der Renaturierung der Grünflächen geschult werden. Denn, jede Fläche ist anders und es muss individuell entschieden werden, ob die bisherige Bepflanzung oder sogar der Erdboden teilweise oder ganz entfernt werden müssen. Auch im Nachhinein gilt es, Problempflanzen, die das Projekt überwuchern könnten, rechtzeitig zu erkennen und zu entfernen.

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Bürgermeister Thomas Schäuble sagte: „Ich freue mich über die Teilnahme und dass Lauchringen sich gegen viele andere Bewerber durchsetzen konnte. Die Initiative kam aus dem Klimabeirat und somit aus der Bevölkerung.“ Nun möchte man die Erfahrung aus der Teilnahme an dem Projekt mitnehmen und auch weitere Flächen ins Auge fassen. In Zukunft könnten solche Flächen als Ausgleichsmaßnahmen für Bebauungsprojekte verwirklicht werden, sagte Schäuble.