Ganz im Osten der Gemeinde befindet sich das Gerätehaus der Freiwilligen Feuerwehr Lauchringen. Das Areal ist großzügig dimensioniert, da auf dem gleichen Gelände die DRK-Rettungswache und der Bauhof ihre Zentralen haben. Das Gerätehaus macht auf den ersten Blick einen hervorragenden Eindruck. Das 1992 fertiggestellte Gebäude sieht auch heute noch modern und zweckmäßig aus. Hinter den automatisch betriebenen Hallentoren befinden sich sechs Fahrzeugabstellplätze. In der Planungsphase wurden die Nutzungseinheiten für 60 Feuerwehrmitglieder und eine kleine Jugendfeuerwehreinheit konzipiert. 

Genau hier fängt das Problem laut Feuerwehrkommandant an. Bernhard Loll wies bei der vergangenen Gemeinderatssitzung darauf hin, dass der Platz vorne und hinten nicht mehr reiche: „Wir haben derzeit 93 aktive Mitglieder, dazu kommen noch 30 in der Jugendfeuerwehr. Elf Einsatzfahrzeuge müssen untergebracht werden“, argumentierte er für eine Erweiterung der Halle.

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Ortsbaumeister Roland Morawczik zeigte in einer Foto Präsentation die aktuellen Bedingungen in den Räumen. Die Umkleideräume fallen sehr klein aus, die Spinde bieten nicht annähernd den benötigten Platz. In den Lagerräumen stapeln sich die benötigten Logistik- und Einsatzmaterialen. Zusätzlich müssen, durch den Erlass neuer Hygienevorschriften, die kontaminierten und nicht kontaminierten Arbeitsbereiche der Atemschutzwerkstatt und der Einsatzkleiderreinigung getrennt werden. Dies konnte noch nicht umgesetzt werden. Durch den einsatztaktisch günstigen Standort und das gut geschulte Personal, wurde für das kreiseigene Löschunterstützungsraupenfahrzeug (LUF60) Lauchringen als zukünftige Unterbringung gewählt.

Einsatzbereit: Durch den optimalen Standort und dem hervorragend geschulten Personal, werden auch kreiseigene Fahrzeuge bei der FFW-Lauchringen eingestellt. Der stellvertretende Feuerwehrkommandant Mike König (braune Jacke) bei einer Übung an einem Löschunterstützungsraupenfahrzeug.
Einsatzbereit: Durch den optimalen Standort und dem hervorragend geschulten Personal, werden auch kreiseigene Fahrzeuge bei der FFW-Lauchringen eingestellt. Der stellvertretende Feuerwehrkommandant Mike König (braune Jacke) bei einer Übung an einem Löschunterstützungsraupenfahrzeug. | Bild: Rolf Sprenger

Mit Hochdruck arbeitete die Verwaltung in Zusammenarbeit mit der Feuerwehrleitung und dem Architekturbüro Jörg Kaiser, einen Planungsvorschlag für eine Gerätehauserweiterung aus. Dieser wurde dem Gemeinderat vorgestellt. Einigkeit bestand von Anfang an darin, dass die Erweiterung in Richtung Süden zum bestehenden Gebäude realisiert werden soll. Architekt Jörg Kaiser stellte seinen Entwurf vor. 400 Quadratmeter Nutzfläche und 1300 Kubikmeter umbauter Raum werden zweigeschossig entstehen.

In dem neu geschaffenen Angebot soll der Kompressorraum, große Lagerflächen für Löschmittel, nach Geschlechtern getrennte Umkleideräume sowie die geforderte Trennung der Atemschutzwerkstatt untergebracht werden. Die Frage, ob das Haus in massiver Bauweise oder in Leichtbaukonstruktion entstehen soll, beantwortete der Feuerwehrkommandant selbst: „Wir brauchen keinen Luxus. Es muss zweckmäßig sein. Die Räume müssen nicht großartig beheizt werden, deshalb reiche ein Leichtbau aus.“ Die Kosten belaufen sich auf rund 689.000 Euro.

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Es ist vorgesehen, einen Förderantrag für Mittel aus dem Landesausgleichsstock auf den Weg zu bringen. Dem Vorhaben stimmte der Gemeinderat einstimmig zu. Der Baustart soll noch in diesem Jahr erfolgen.