Bei der Staatsanwaltschaft Waldshut-Tiengen haben sich mehrere Personen, darunter einige Eltern, von sich aus gemeldet, um als Zeugen im Fall des Oberlauchringer Kindergartens St. Elisabeth auszusagen. Dies bestätigt die Leitende Oberstaatsanwältin Iris Janke auf Nachfrage dieser Zeitung.

Vergangene Woche war bekannt geworden, dass die frühere Kindergartenleiterin und ihre Stellvertreterin entlassen wurden, nachdem sie wiederholt Kinder zum Essen bis zum Erbrechen und zum Schlafen auf Befehl gezwungen hatten. Daraufhin hat die Staatsanwaltschaft von sich aus Ermittlungen aufgenommen. „Delikte der Körperverletzung und Nötigung kommen nach dem Anfangsverdacht als Straftatbestand in Betracht“, sagt Iris Janke.

„Die Ermittlungen werden von der Kriminalpolizei Waldshut-Tiengen vollumfänglich durchgeführt. Dort werden zunächst Zeugen vernommen“, schildert die Staatsanwältin das Vorgehen.

Ob sich die Ermittlungen gegen die frühere Kindergartenleiterin und ihre Stellvertreterin richten oder gegen Mitarbeiter der Verrechnungsstelle in Stühlingen, die für die Geschäftsführung des Kindergartens verantwortlich ist, wollte Janke nicht sagen. „Bis zu einer möglichen Verurteilung gilt die Unschuldsvermutung“, fügt sie hinzu.

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