Die gleichbleibend gute Resonanz auf die jährliche Weihnachtswunschaktion veranlasste die Initiatoren, die Geschenkaktion auch in diesem Jahr wieder in Angriff zu nehmen. Dazu hatten sich die Verantwortlichen zur gemeinsamen Ankündigung im Rathaus Lauchringen eingefunden.

Jobcenter vermittelt Kontakte

Mit der Geschenkaktion soll Kindern sozial schwacher Familien ein Weihnachtswunsch erfüllt werden, der sonst aufgrund der begrenzten finanziellen Verhältnisse der Familie unerfüllt bleiben müsste. Die Kontakte zu den bedürftigen Familien wurden unter Wahrung des Datenschutzes durch das Jobcenter des Landratsamtes Waldshut vermittelt.

Die Initiatoren und Verantwortlichen der Kinderweihnachtswunschaktion in Lauchringen, Tiengen und Wutöschingen (von links): Toni Elbert (Projektbauftragter Kiwanis Club Waldshut-Tiengen), Nicole Gut (Präsidentin Wirtschaftsjunioren Hochrhein), Philipp Stoll (Präsident Kiwanis Club), Nicole Keller (Komitee Wirtschaftsjunioren), Ralph Schulz (Komitee Kiwanis Club), Tamara Wölm (Verantwortliche bei der Gemeinde Lauchringen), Georg Eble (Bürgermeister Wutöschingen), Thomas Schäuble (Bürgermeister Lauchringen).
Die Initiatoren und Verantwortlichen der Kinderweihnachtswunschaktion in Lauchringen, Tiengen und Wutöschingen (von links): Toni Elbert (Projektbauftragter Kiwanis Club Waldshut-Tiengen), Nicole Gut (Präsidentin Wirtschaftsjunioren Hochrhein), Philipp Stoll (Präsident Kiwanis Club), Nicole Keller (Komitee Wirtschaftsjunioren), Ralph Schulz (Komitee Kiwanis Club), Tamara Wölm (Verantwortliche bei der Gemeinde Lauchringen), Georg Eble (Bürgermeister Wutöschingen), Thomas Schäuble (Bürgermeister Lauchringen). | Bild: Herbert Schnäbele

Die Idee einer solchen Geschenkaktion für Bedürftige entstand erstmals im Jahr 2008 in der Gemeinde Lauchringen. Bereits ein Jahr später hat sich die Gemeinde Wutöschingen angeschlossen und seit dem Jahr 2011 engagiert sich der Kiwanis Club Waldshut-Tiengen zusammen mit den Wirtschaftsjunioren Hochrhein in größerem Umfang für den Bereich Tiengen bei dieser Geschenkaktion.

1300 Wünsche wurden schon erfüllt

Mehr als 1300 Kinderwünsche wurden seit dem Bestehen der Wunschaktion in den drei beteiligten Gemeinden erfüllt, resümiert Toni Elbert, Projektbeauftragter beim Kiwanis Club Waldshut-Tiengen. Dabei hatten sich bis vor zwei Jahren die Kinderwünsche stark in Richtung Kinder- und Sportbekleidung entwickelt. Erst im vergangenen Jahr sei wieder ein deutlicher Trend zu Spielsachen traditioneller Art, wie Brettspiele oder Puppen, festzustellen gewesen, erklärt Toni Elbert. In den drei Gemeinden sind dieses Jahr 151 Familien mit mehr als 300 Kindern angeschrieben worden, berichten neben Toni Elbert die Bürgermeister Georg Eble aus Wutöschingen und Thomas Schäuble aus Lauchringen. Erfahrungsgemäß geben deutlich mehr als die Hälfte der angeschriebenen Familien den Absendern eine Rückmeldung mit Kinderwünschen.

Der Ablauf in Tiengen und Lauchringen

Der Kiwanis Club Waldshut-Tiengen verkauft die Wunschzettel zum Preis von 25 Euro an einem Weihnachtsstand beim Schüler- und Kinderweihnachtsmarkt in Tiengen und besorgt danach die Geschenke in eigener Regie. In Lauchringen werden die Wunschzettel beim Adventsmarkt an einem Weihnachtsbaum angebracht, wo sie von den Spendern abgenommen werden können. Die Geschenke müssen dann selbst besorgt und bei Tamara Wölm im Rathaus abgegeben werden.

Der Ablauf in Wutöschingen

Auch in Wutöschingen können die Wünsche von einem Weihnachtsbaum am Rathaus abgenommen und anschließend die eingekauften Geschenke im Rathaus bei Andrea Dackau abgegeben werden. Die Spendenbereitschaft der Bürger sei bisher unvermindert hoch und die Wunschzettel seien schnell vergriffen gewesen, berichten die Verantwortlichen übereinstimmend. Sie hoffen, dass die Aktion auch in diesem Jahr wieder so gut angenommen wird wie bisher.

„Schöne und harmonische Begegnungen“

Tamara Wölm von der Gemeindeverwaltung Lauchringen koordiniert die Aktion und hat selbst miterlebt, wie beschenkte Kinder sich freuen.

Frau Wölm, die Idee der Weihnachtsgeschenkaktion entstand im Jahr 2008 bei der Gemeindeverwaltung Lauchringen. Seit wann sind Sie verantwortlich für die Aktion und was genau ist dabei Ihre Aufgabe?

Die Verantwortung für die Weihnachtsaktion liegt seit dem Jahr 2012 in meinen Händen. Die Vorbereitung der Aktion erstreckt sich auf das Anschreiben der in Betracht kommenden Familien, die Überwachung und Registrierung der Rückläufe und die Vorbereitung der Wunschzettel. Nach Abnahme der Wunschzettel vom Weihnachtsbaum beim Adventsmarkt durch die Spender obliegt mir die Überwachung des Eingangs der Geschenke, sowie deren Verpackung. Anfangs habe ich selbst einige Jahre lang zusammen mit dem Nikolaus kurz vor Weihnachten die Geschenke überbracht. Dies wird seit zwei Jahren nun von Auszubildenden unserer Verwaltung übernommen.

Wie gestaltete sich die Übergabe der Geschenke an die Familien?

Meistens wurden wir schon froh gestimmt erwartet und oft zu einem Getränk oder zu Keksen und Kuchen, eingeladen. Oft hatten Kinder selbst schon Weihnachtsplätzchen für uns gebacken. Meistens nahmen die Kinder selbst die Geschenke in Empfang und nicht selten wollten einzelne gleich auspacken, was von den Eltern aber regelmäßig unterbunden wurde. Auch wurden wir schon gefragt: „Ist da das drin, was ich mir gewünscht habe?“

Wie waren für gewöhnlich die Reaktionen der Eltern?

Die Eltern freuten sich natürlich regelmäßig über unser Erscheinen. Oft wurden wir gebeten, uns zusammen mit den Kindern fotografieren zu lassen. Auch von den Eltern wurden wir manchmal zu Kaffee und Kuchen eingeladen, was unsere Zeit aber nicht zuließ. Es waren immer sehr schöne und harmonische Begegnungen mit den von uns aufgesuchten Familien.