Mit dem offiziellen Spatenstich fiel der Startschuss zum Neubau eines Wohnheims der Caritaswerkstätten in der Kadelburgerstraße. Bereits Ende des kommenden Jahres werden die vier hier entstehenden Wohnungen von 24 Menschen mit Behinderung bezogen.

Bauausschuss der Bewohner zeigt großes Interesse an Details

Im Vordergrund stehen Integration und Inklusion. Das Projekt wird bereits von Anfang an von den zukünftigen Bewohnern in einem Bauausschuss begleitet, die momentan noch Wohnangebote der Caritaswerkstätten in Gurtweil und Waldshut nutzen. Sie bringen sich bei der Planung und bei der Durchführung ein und zeigen großes Interesse an den Details. Besonders am Herzen lagen ihnen genügend Abstellräume, aber auch die Themen Fluchtwege und Blitzableiter fanden großes Interesse, wie Felicitas Greiner, Geschäftsbereichsleiterin Wohnen der Caritaswerkstätten, berichtet. In Kürze soll gemeinsam über die Farbgebung entschieden werden.

Gute Rahmenbedingungen für Inklusion

Der Standort Lauchringen biete dem Projekt grundsätzlich gute Bedingungen für die Umsetzung von Inklusion, so Greiner, da in der nahen Umgebung gut zu erreichende und ebenerdige Einkaufsmöglichkeiten erreichbar sind: "Die Bewohner können hier so selbstständig wie möglich leben." Unterstützt werden sie dabei von Betreuern, die regelmäßig vor Ort sind. Auch die Gemeinde und die Lauchringer Vereinswelt begegnen dem Projekt mit großer Offenheit. Erste Begegnungen sollen dabei noch von den Betreuern begleitet werden, bevor die Bewohner später selbstständig ihren Vorlieben nachgehen und sich als Teil der Gemeinde einbringen können.

Fertigstellung ist für Ende 2019 geplant

Der Neubau des zweistöckigen Gebäudes mit 1056 Quadratmetern Wohn- und Nutzfläche resultiert aus der Teilhabeplanung des Landkreises beziehungsweise dem Bedarf an Wohnplätzen für Menschen mit Behinderung und soll Ende 2019 fertiggestellt sein. Das Projekt wird vom Ministerium für Soziales und Integration mit Landesmitteln in Höhe von 921 706 Euro gefördert.

Projekt als Baustein für familienfreundliche Gemeinde

Bürgermeister Thomas Schäuble wies darauf hin, dass sich in der Unterbringung von Menschen mit Behinderung in den vergangenen Jahren vieles verändert habe. "Auch hier ist unser Anspruch: Lauchringen ist eine familienfreundliche Gemeinde", so Schäuble, der allen Beteiligten unfallfreies Bauen wünschte.