Wichtigster Tagesordnungspunkt auf der jüngsten Sitzung des Lauchringer Gemeinderates war die Beschlussfassung über die Aufstellung des Bebauungsplanes "Greutwiesen II" im Ortsteil Oberlauchringen. Der Gemeinderat beschloss den Bebauungsplan aufzustellen und stimmte der Offenlage des Aufstellungsentwurfes zu. Die Aufstellung des Bebauungsplanes wird damit begründet, dass auf der Gemarkung Oberlauchringen keine neuen Bauflächen für den Wohnungsbau zur Verfügung stehen.

Gegen die Abwanderung

Mit der Realisierung der Bebauung "Greutwiesen II" möchte die Gemeinde der konstanten Nachfrage nach Wohnbauflächen Rechnung tragen und dazu beitragen, die Abwanderung einheimischer Bauinteressenten zu verhindern. Mit dem Bebauungsplan, dessen Entwurf Ernst Kaiser vom gleichnamigen Planungsbüro in Waldshut-Tiengen dem Gemeinderat vorgestellt hatte, sollen die Voraussetzungen für maximal 27 neue Baugrundstücke auf einer Fläche von 2,23 Hektar geschaffen werden. Das Planungsgebiet, das sich an die bestehende Bebauung "Greutwiesen" anschließt, wird nach Norden durch die Lauchringer Straße und nach Süden durch die Kirchstraße und einen Wirtschaftsweg begrenzt. Der nördliche Teil des Baugebietes wird mit einer Ringstraße, der südliche Teil mit einer Stichstraße mit Wendeanlage erschlossen. Zwischen Ring- und Stichstraße wird es eine Gehwegverbindung (auch für Radfahrer) geben.

Diskussion um Dachformen

Diskussionen gab es um die Gestaltung der Dachformen. Es wurden Stimmen laut, die eine Reglementierung der Dachformen gänzlich aufheben wollten. Letztlich votierte der Gemeinderat aber mit Stimmenmehrheit für den Vorschlag des Planungsbüros, der Sattel-, Walm-, Pult- und Flachdächer vorsieht. Für die Einfriedung der Grundstücke sah der Entwurf lediglich transparente Zäune aus Holz oder Metall mit einer maximalen Höhe von 1,20 Meter vor. Mit Stimmenmehrheit beschloss der Gemeinderat, dass das Material frei gewählt werden kann, und die Höhe auf 1,50 Meter festgelegt wird.