Mitte Juni wurde die Gruppe im Alarmierungssystem der Notfallrettung aktiviert – und schon haben sie erste lebensrettende Einsätze absolviert: die neuen First Responder (Helfer vor Ort) in Lauchringen. Das Projekt ist einer Kooperation von Deutschem Roten Kreuz (DRK) und Freiwilliger Feuerwehr vor Ort zu verdanken.

Zeitlicher Vorteil

Die First Responder (wörtlich übersetzt: „erste Reagierende“) werden von der Rettungsleitstelle Waldshut immer dann zusammen mit dem regulären Rettungsdienst des DRK-Kreisverbands Waldshut alarmiert, wenn die Einsatzlage eine größere Anzahl Helfer erfordert oder wenn ihr Einsatz einen zeitlichen Vorteil verspricht.

Gründlich ausgebildet

Denn als Helfer vor Ort können sie noch vor dem regulären Rettungsdienst am Notfallort eintreffen und dort erste – manchmal lebensrettende – Hilfe leisten. Dafür wurden Lauchringens First Responder vom DRK-Kreisverband Waldshut gründlich ausgebildet. Finanziert wurden Ausbildung und Ausrüstung der First Responder mit den zahlreichen Spenden von Mitbürgern, die bei der Haus- und Straßensammlung des DRK-Ortsvereins Lauchringen zusammenkamen.

Initiative des DRK

Lauchringens Bürgermeister Thomas Schäuble, der beim DRK-Ortsverein als Vorsitzender fungiert, zählt mit zu den Initiatoren der First-Responder-Gruppe, die im Herbst 2017 mit der Ausbildung begonnen hat. Leiter der First Responder und für die Aus- und Fortbildung zuständig ist Daniel Arndt, Stellvertretender Vorsitzender des DRK-Ortsvereins Lauchringen und als Notarzt hauptberuflich Ärztlicher Leiter Rettungsdienst beim DRK-Kreisverband Waldshut. Der Kreisverband hat die Schirmherrschaft für das Projekt übernommen und unterstützt die Gruppe mit Verwaltungstätigkeit.

Auch engagierte Bürger helfen mit

Neben Angehörigen der Lauchringer Feuerwehr und des DRK-Ortsvereins Lauchringen engagieren sich bei der First-Responder-Gruppe auch hauptamtliche Rettungsdienstmitarbeiter des DRK-Kreisverbands Waldshut, die in Lauchringen wohnen, und darüber hinaus engagierte Mitbürger, die teilweise einschlägige fachliche Qualifikationen mitbringen – so etwa zwei Frauen, die als Intensivschwestern in Waldshut und in der Schweizer Nachbarschaft arbeiten.

Verschiedene Kurse und ein Praktikum

„Bis zu 25 Mitglieder werden bei der First-Responder-Gruppe in Lauchringen aktiv sein, wenn alle ihre Ausbildung abgeschlossen haben“, erklärt Daniel Arndt. Bereits aktiv ist ein halbes Dutzend fertig ausgebildeter Helfer, die übrigen müssen noch einige Lehrgänge absolvieren. Zur Ausbildung der First Responder gehört nach einem Erste-Hilfe-Kurs ein Sanitätskurs, dem sich ein Praktikum beim Rettungsdienst anschließt. Edelbert Gantert aus Lauchringen hat sich besonders bei der Ausbildung der First Responder engagiert. Deren Ausbildung leitete er teils persönlich, teils organisierte er sie in seiner Eigenschaft als Kreisausbildungsleiter beim DRK-Kreisverband Waldshut.

Mehrere Einsätze pro Tag

Die First Responder übernehmen eine wichtige Aufgabe zur schnellstmöglichen Erstversorgung bei Notfällen. Denn die DRK-Rettungswache Lauchringen ist für ein recht großes Gebiet mit vielen Einsätzen zuständig, und immer wenn die Besatzung der Rettungswache mit ihrem Einsatzfahrzeug bereits ausgerückt ist und ein weiterer Notruf aus Lauchringen bei der Integrierten Feuerwehr- und Rettungsleitstelle Waldshut eingeht, werden die First Responder zugleich mit dem als nächstes erreichbaren Einsatzfahrzeug des Rettungsdienstes alarmiert. Als Helfer vor Ort treffen sie dann zuerst am Notfallort ein. Seit die First Responder in Lauchringen am Start sind, hatten sie manchmal sogar mehr als einen Einsatz pro Tag.