Sie wartete erst gar nicht ab, bis das Wahlergebnis fest stand. Tanja Steinegger hatte Spätdienst an diesem Maiabend der Kommunalwahl im vergangenen Jahr. „Ich bin direkt nach Hause gefahren, schließlich musste ich am nächsten Tag mit meinen Kindern früh aufstehen und hatte selbst wieder Dienst“, erinnert sich die 44-Jährige heute, nach mehr als einem halben Jahr, noch genau.

Mit dem Ergebnis nicht gerechnet

Mehrere Nachrichten und Glückwünsche flatterten am Morgen nach der Wahl auf ihr Mobiltelefon. Da wusste Steinegger, sie hat es geschafft, sie zieht als Neuling in den Lauchringer Gemeinderat ein. „Ehrlich gesagt, hat mich das völlig umgehauen, ich war fassungslos. Mit diesem Ergebnis hatte ich nicht gerechnet.“

Sie schätzt den sozialen Zusammenhalt

Noch mit einigem Abstand und einigen Sitzungen, die sie in der Reihe der Freien Wähler bereits hinter sich hat, klingt sie so, als könnte sie ihr Glück immer noch nicht fassen. Nun aber ist ihr Herzenswunsch in Erfüllung gegangen. „Lauchringen ist meine Heimat, hier bin ich aufgewachsen, Lauchringen ist für mich immer eine Herzensangelegenheit“, sagt die in der Schweiz arbeitende Pflegefachfrau mit Schwerpunkt Psychiatrie. Die Gemeinschaft, besonders der soziale Zusammenhalt mache Lauchringen einzigartig: „Die Gemeinde ist für mich, was dies betrifft, vorbildlich.“

Tanja Steinegger, beim Lindenplatz in Oberlauchringen, sitzt seit der Kommunalwahl 2019 im Gemeinderat Lauchringen.
Tanja Steinegger, beim Lindenplatz in Oberlauchringen, sitzt seit der Kommunalwahl 2019 im Gemeinderat Lauchringen. | Bild: Helena Steinegger

Neue Herausforderungen meistern

Sie verweist auf die Leistungen der Gemeinde in diesem Bereich. Sie hat eine soziale Infrastruktur geschaffen. Belastete Menschen würden unterstützt. Sie nennt den Bürgerbus, das Familienzentrum und den bezahlbaren Wohnraum. Dinge, für die sie sich künftig selbst einsetzen will und jetzt auch aktiv kann. Steinegger sagt: „Das Angebot, die Gemeinde zur Verfügung stellt, soll seine Beständigkeit beibehalten und darüber hinaus genügend Flexibilität bieten, um neuen Herausforderungen zu entsprechen.“

Die Phase der Einarbeitung läuft noch

Nun ist sie mitten drin. Sie fühlt sich wohl im Gremium. „Ich wurde herzlich aufgenommen“, freut sie sich über einen guten Einstieg. Allerdings gesteht sie, dass sie noch einige Zeit benötigen werde, um sich in die vielfältigen Themen im Gemeinderat und im Technischen Ausschuss einzuarbeiten. Aber sie ist zuversichtlich: „Mir stehen wirklich erfahrene, kompetente und hilfsbereite Gemeinderatskollegen zur Seite.“

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Sie schätzt den respektvollen und wertschätzenden Umgang der Mitglieder im Gremium. „Gut gefällt mir auch die ausgewogene Alters- und Erfahrungsdurchmischung im Gemeinderat.“

Rückendeckung von ihrem Mann

Familie, Beruf und ihr neues Engagement bringt sie gut unter einen Hut. Von ihrem Mann hat sie Rückendeckung: „Er hat mich von vorneherein unterstützt und mich darin bestärkt, zu kandidieren.“ Er sei ebenfalls in einem sozialen Beruf tätig, seine Arbeitszeiten variierten. „Wir müssen uns deshalb gut absprechen“, sagt die 44-Jährige. Dabei sei hilfreich, dass die Sitzungstermine früh feststehen.

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Die Sitzungen können sie in ihren Dienstplan eintragen. „An diesen Tagen habe ich keinen Spätdienst oder Nachtwache.“ Wenn‘s tatsächlich klemmt, kann sie sich auf die Familie und Freunde verlassen.