Die Schwanenmüller haben keinen Einsatz gescheut, um in einer beeindruckenden Gemeinschaftsleistung ebenso locker wie professionell ihren Bunten Abend zu präsentieren. Fantasievoll, witzig und schwungvoll bereiteten sie mehr als drei Stunden lang Jung und Alt großen Spaß. Zwei Mal stand der Lauchringer Narrenverein Schwanenmühle am Wochenende vor vollen Stuhlreihen in der Unterlauchringer Halle auf der Bühne.

Präsident Uwe Isele gab die Devise vor: „Den Alltag und die Sorgen für einige Stunden vergessen.“ Das fiel bei dem Programm – in den kurzen Pausen spielten die Happy Shakers auf – ganz offensichtlich keinem schwer. Das bunt kostümierte Narrenvolk erlebte eine aufwendig gestaltete, freche närrische Show, bei der alles zusammenpasste: Souveränes Agieren der Darsteller, pfiffige Ideen, fantasievolle Kostüme, immer passende Kulissen und ebensolche Musik. Technische Raffinessen, wie bunte Scheinwerfer, Laser- und Raucheffekte sorgten unter anderem beim Weltraumausflug der Schwanenmüller-Astronauten für Furore.

Mehr als 60 Akteure standen auf der Bühne. Einen originellen roten Faden zwischen den Darbietungen spannten Anna Winterhalter und Niklas Isele, der mehrmals seine große Wandelbarkeit unter Beweis stellte: Als Produkt eines störungsanfälligen „Turbo-Mix“ mutierte er auch schon mal zum Steinzeitmenschen. Eine zauberhafte Clownshow, drei Hunde in der Hundeschule, ein Arzt-Sketch und die Abenteuer eines Musikers in einer Kneipe (Liedvortrag von Luke Isele) – die Schwanenmüller spannten mit ihren Darbietungen einen großen Bogen. Er reichte auch über den Atlantik zu Donald Trump, gegen den der tiefsinnig vor sich hin plaudernde „Dütsche Michel“ (Jürgen Spill) bereits seinen Protest ausgedrückt hat: „Ich hab schon das Trumpolin entsorgt.“

Die Schweizer bekamen von den Schwanenmüllern auch einiges ab, einer der besten Sprüche kam von Anna Winterhalter: „Ich hab nichts gegen die Schweizer – nichts, das hilft.“ Das gesprochene Wort ging Hand in Hand mit optischen Hinguckern, bei denen auch der Nachwuchs in der Roten, Blauen und Jung-Garde groß raus kam: Kleine Miezen, sexy Seemansbräute, orientalische Schönheiten und hübsche Gardemädchen zeigten tänzerische Klasse. „Wir sind ein super Team“, hob Programmchef Niklas Isele hervor.

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