Mit dem Fahrrad Lauchringen und die örtlichen politischen Themen erkunden – das war der Plan der kommunalpolitischen Fahrradtour der SPD. Zehn Interessierte folgten der Einladung des Vorsitzenden der SPD Lauchringen, Philipp Schmidt-Wellenburg, am Samstag. Die Fahrradtour hat eine lange Tradition. "Das haben wir in der Regel alle zwei Jahre gemacht", erklärt der Vorsitzende.

SPD stand sogar auf den Schuhen des Lauchringer SPD-Vorsitzenden Philipp Schmidt-Wellenburg. SPD steht hier allerdings für das Fahrradpedalsystem des Herstellers Shimano. Bild: Jonathan Boese
SPD stand sogar auf den Schuhen des Lauchringer SPD-Vorsitzenden Philipp Schmidt-Wellenburg. SPD steht hier allerdings für das Fahrradpedalsystem des Herstellers Shimano. Bild: Jonathan Boese

Ausgangspunkt der Tour war das neue Abenteuerland des Familienzentrums Hochrhein in der Nähe des Freibads. Hier sei man bereits zum Spatenstich mit der Fahrradtour zu Gast gewesen, erklärt Philipp Schmidt-Wellenburg. Nun ließen sich die SPD-Fahrradfahrer von Ulla Hahn, der Leiterin des Familienzentrums Hochrhein, durch die neue Scheune und über den entstehenden Dorfplatz führen. Das Projekt wurde hauptsächlich durch Spenden finanziert. Nun können Kinder dort Spielen, Hütten bauen und sich gemäß der Abenteuerpädagogik selbst erleben. Für Ulla Hahn, das Projekt und die Sponsoren fanden die Teilnehmer der Radtour lobende Worte.

Forderung nach Kreisel

Mahnend waren die Worte Schmidt-Wellenburgs hingegen zur nächsten Station: der Ortsumfahrung Oberlauchringen: "Wir wünschen uns kreuzungsfreie Auffahrten, also fordern wir Kreisel." Zu oft habe es schwere Unfälle an Kreuzungen gegeben. Vor Ort informierten sich die Interessierten dann über die nächsten Bauabschnitte. Nach weiteren Stationen beim Baugebiet Wiggenberg und dem Mehrgenerationenhaus Riedpark fand die kommunalpolitische Fahrradtour der SPD im Eiscafé Pinocchio ihr Ende.

Auch Diskussionen über Bundespolitik

Neben den kommunalpolitischen Themen fanden die Mitglieder auch die Möglichkeit, die aktuelle Bundespolitik zu diskutieren. So lobten die Sozialdemokraten Andrea Nahles für ihr öffentliches Eingestehen von Fehlentscheidungen in Zusammenhang mit der Beförderung des ehemaligen Bundesverfassungsschut-Chefs Maaßen. "Viele gute SPD-Themen werden aktuell in der Regierung durchgesetzt. Aber was durchkommt ist immer nur dieser Streit", so der Lauchringer Vorsitzende: "Wir löffeln permanent die Suppe aus. Das macht keinen Spaß." Philipp Schmidt-Wellenburg warb außerdem dafür, sich bei der eigenen Politik nicht durch eine Angst vor der AfD leiten zu lassen.