Statt einer Jahresabschlussübung gab es in diesem Jahr erstmals bei der Feuerwehr Lauchringen und wohl einmalig im Landkreis Waldshut einen „rescue day“, in dessen Mittelpunkt die technische Hilfeleistung und die Zusammenarbeit der beiden Hilfsorganisationen stand.

Nach einer kurzen theoretischen Einführung durch Feuerwehrmann und leitender Notarzt Daniel Arndt sowie stellvertretender Kreisbrandmeister und Lauchringens Feuerwehrkommandant Bernhard Loll ging es, in drei festen Teams von je neun Feuerwehrmännern und drei Rettungsdienstmitarbeitern nebst Fahrzeugen, an die praktischen Aufgaben. Über den ganzen Tag verteilt bearbeitete jedes Team jeweils sechs verschiedene Unfallszenarien.

Schwere Autounfälle als Szenarien

An drei Stationen wurde jeweils immer parallel an unterschiedlichen Aufgaben gearbeitet. Angenommene Unfälle waren zum Beispiel: Ein Auto fährt unter der Schaufel gegen einen Bagger, ein Auto prallt in einen Traktor mit Arbeitsgerät sowie die Kollision eines Autos mit einem Sattelschlepperauflieger. Die Autos waren immer entsprechend präpariert, schwer eingedellt und kaum zugänglich. So lagen sie unter anderem auch auf dem Dach oder auf der Seite.

An drei Stationen mussten die Rettungskräfte von DRK und Feuerwehr – immer parallel – an unterschiedlichen Aufgaben arbeiten. Bei allen Unfallszenarien ging es um die Bergung von Verletzten aus schwer zugänglichen und stark beschädigten Autos.
An drei Stationen mussten die Rettungskräfte von DRK und Feuerwehr – immer parallel – an unterschiedlichen Aufgaben arbeiten. Bei allen Unfallszenarien ging es um die Bergung von Verletzten aus schwer zugänglichen und stark beschädigten Autos. | Bild: Dietmund Schwarz

Direkt im Anschluss an die jeweilige Übungsaufgabe gab es zusammen mit den Szenario-Verantwortlichen Manöverkritik im Gesprächsaustausch aller an der jeweiligen Aufgabe Beteiligten. Kommandant Bernhard Loll, Daniel Arndt sowie die Gruppenführer Albert Karcher und Florian Eckert hatten diese logistisch herausfordernde Aufgaben im Vorfeld und gemeinsam mit dem DRK-Rettungsdienst sorgfältig geplant und vorbereitet.

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Unter anderem gab es für jeden neuen simulierten Unfall als zusätzliche Herausforderung immer auch ein „neues“ Auto. Mitglieder des Rettungsdienstes spielten dabei, maskenbildnerisch entsprechend vorbereitet, sehr glaubwürdig die jeweiligen Unfallopfer.

Große Herausforderung für Teams

Immer wieder gab es zusätzlich auch noch überraschende Zusatzeinlagen, die ein neues Disponieren in der Zusammenarbeit erforderte. So gab es herumirrende Fahrzeuginsassen, störende Zuschauer oder ein Auto fing, mittels Rauchentwickler, Feuer.

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Daher gaben die Stichworte Notrettung, schnelle Rettung oder schonende Rettung die entsprechende Vorgehensweise vor. Die Herausforderungen an die Teams waren so stets sehr groß und zum Teil auch sehr arbeitsintensiv.

In jedem Fall, so die einhellige Meinung aller Beteiligten, hat sich dieser Seminar-Tag für alle Teilnehmer absolut gelohnt und der gemeinsame Lerneffekt war am Ende ganz deutlich zu spüren und zu sehen. Die Gerätschaften zur Durchführung dieses Seminartages, wie Bagger, Anhänger und vor allem die zahlreichen ausgemusterten Autos wurden von den umliegenden Firmen im Gewerbegebiet Lauchringen kostenfrei zur Verfügung gestellt.