„Es braucht ein ganzes Dorf, um ein Kind großzuziehen.“ Vielleicht hat Ulla Hahn an diesen Leitsatz gedacht, als sie die Anzahl der Gäste sah, die zur Eröffnung der neuen Räume des Familienzentrums Hochrhein (Faz) am Bertold-Schmidt-Platz im Riedpark in Lauchringen gekommen waren. Es waren Mitstreiter, Gönner und Unterstützer aus der Politik, die Paten des Projekts, die Bundestagsabgeordneten Rita Schwarzelühr-Sutter (SPD) und Felix Schreiner (CDU), Pfarrer Matthias Hasenbrink und Dekanin Christiane Vogel, Andreas Harder als Geschäftsführer des Diakonischen Werks, das Träger des Faz ist, das Team vom Architekturbüro Franz Michler, das an der Entstehung des Neubaus und des Abenteuerlands maßgeblich mitgewirkt hat, Vertreter der Verwaltung und des Gemeinderats und vor allem die vielen ehrenamtlichen Helfer, die das Herzstück des Projekts sind.

Ulla Hahn und ihr Team erhalten den symbolischen Schlüssel für das „neue Wohnzimmer“ aus der Hand von Bürgermeister Thomas Schäuble.
Ulla Hahn und ihr Team erhalten den symbolischen Schlüssel für das „neue Wohnzimmer“ aus der Hand von Bürgermeister Thomas Schäuble. | Bild: Rolf Sprenger

Bürgermeister Thomas Schäuble und Stiftungsgeberin Ulrike Holzwarth hatten den Part der Festredner übernommen, da die Leiterin des Familienzentrums durch eine Erkältung etwas sprachlos war. In einem launigen Dialog warfen die Beiden einen Blick zurück auf die bewegte Geschichte des Faz. Von Fügungen sprach Thomas Schäuble beim ersten „Rendezvous“ mit Ulla Hahn und dem zufällig frei werdenden Haus in der Lauchringer Hauptstraße, das der erste Standort des Faz werden sollte. Thomas Schäuble hatte damals einen schweren Stand, um das Projekt durchzusetzen. „Es war wie Harakiri. Ich wollte diese Idee in unserer Gemeinde etablieren und musste den Gemeinderat erst mal überzeugen, hier zu investieren“, sagte der Bürgermeister. Er dankte an dieser Stelle auch der ehemaligen Geschäftsleitung der Lauffenmühle, die sich von Anfang an finanziell beteiligte.

Das Familienzentrum

Die Unternehmerin Ulrike Holzwarth sprach davon, wie sie von der Persönlichkeit Ulla Hahn angetan ist und wie sie vom ersten Kennenlernen des Projekts „infiziert“ wurde. Holzwarth arbeitet seither ehrenamtlich in der Verwaltung mit und trägt mit ihrer Stiftung erheblich zur Kostendeckung bei.

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„Unsere familienfreundliche Gemeinde“, dass dies für Thomas Schäuble nicht nur ein Werbespruch ist, sondern eine Herzensangelegenheit, machte er nochmals klar: „Menschen aus allen sozialen Schichten, mit und ohne Handicap, sollen sich in Lauchringen willkommen und zu Hause fühlen. Das Faz ist wie ein großes Wohnzimmer. Es hilft uns, den Frieden in der Gemeinde zu bewahren.“

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Mit der symbolischen Überreichung des Schlüssels an Ulla Hahn wurde dieses „Wohnzimmer“ nun offiziell übergeben. Thomas Schäuble bedankte sich bei Rita Schwarzelühr-Sutter und Felix Schreiner, die hinter den Kulissen für weitere finanzielle Mittel von Bund und Land geworben hatten. Schwarzelühr-Sutter erinnerte sich an das Jahr 2007, als die Idee Mehrgenerationenhaus aufkam: „Wir mussten viele Widerstände überwinden. Inzwischen gibt es 540 dieser Einrichtungen in Deutschland. Das Faz hat sich dabei zu einem Leuchtturm und Vorzeigeprojekt entwickelt. Der Umgang mit Menschen, wie er hier gelebt wird, sollte ein Beispiel für unsere Demokratie sein.“

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Felix Schreiner hob nochmals die Rolle von Ulla Hahn, Thomas Schäuble und Ulrike Holzwarth hervor: „Mit Eurem Herzblut und Power habt ihr es möglich gemacht, dass wir heute hier stehen.“ Viele Dank- und Lobesreden schlossen sich diesen Worten an.