Es sind die großen Themen, die auch Philipp Schmidt-Wellenburg bewegen: Klimawandel, die Spannungen zwischen Arm und Reich. Diese und andere Probleme sieht er als Herausforderungen, die die Gesellschaft in den kommenden Jahren meistern müsse. Im Kleinen, in den Kommunen, müsse man damit anfangen. Als neuer Gemeinderat möchte der Physiker mitarbeiten und Probleme angehen.

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Mit Sorge betrachtet Schmidt-Wellenburg, wie sich die Gesellschaft aus seiner Sicht zunehmend zersplittert, damit auch radikalisiert. „Das war für mich ein wichtiger Antrieb, um mich für eine soziale, integrierende Politik der Mitte zu engagieren“, beschreibt er seine Motivation, als er vor einem halben Jahr für den Lauchringer Gemeinderat kandidierte, „aus diesen Gründen sehe ich mein Engagement in der SPD als Teil meiner bürgerlichen Aufgabe.“ Kurz zuvor war er übrigens zum Vorsitzenden des Ortsvereins Lauchringen der SPD gewählt worden.

Lauchringen, seine Wahlheimat, sei eine einzigartige Gemeinde mit einer bunten und vielfältigen Bevölkerung. „Mir ist es wichtig, gerade hier vor Ort mich für meine Ideale einer offenen, vielfältigen und sozial gerechten Gesellschaft im Gemeinderat einzusetzen.“ Er spricht davon, dass eine Klimapolitik vor Ort zügig umgesetzt werden sollte. „Wir müssen einen besseren Nahverkehr schaffen, damit wir nicht so stark vom Auto abhängig sind.“

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Was die von ihm angesprochene Spanne zwischen Arm und Reich betrifft, sieht er, dass das Leben auch im „wohlhabenden Lauchringen„ eine Herausforderung ist. Er wolle sich für mehr erschwinglichen Wohnraum in Lauchringen einsetzen, neue Wege im Gemeinde- und Genossenschaftsbau gehen. Diese Schritte sollen den Wohnungsmarkt sinnvoll ergänzen.

Schmidt-Wellenburg ist schon mittendrin. Von der Arbeit im Gremium hat er einen guten Eindruck: „Es ist ein tolles Erlebnis, gemeinsam, parteiübergreifend die wichtigen Themen für unsere Gemeinde mitgestalten zu können.“ Er schätzt die Zusammenarbeit mit dem Ratskollegen und Bürgermeister Thomas Schäuble. Er habe ziemlich schnell in seine neuen Aufgaben gefunden, die gute Atmosphäre und der freundliche Umgangston habe ihm den Einstieg erleichtert.

Zwinkernd gesteht er jedoch: „Ab und zu ist mir der Hintergrund oder der Ablauf gewisser Vorgänge unklar. Aber ich habe festgestellt: Meine Fragen stören in diesen Fällen nicht, sie sind eher willkommen.“

Manche Entscheidung will wohl überlegt sein

Als schwierig empfinde er, dass der Rat schon nach der ersten Diskussion entscheiden müsse. „Manchmal fallen mir gewisse interessante Aspekte erst auf dem Spaziergang nach Hause ein.“ Er wünsche sich, dass Klausurtagungen wie die zur Einführung ins Amt öfter statt fänden. „Um neue Ideen und künftige Schwerpunkte zu diskutieren – ohne den Druck, gleich entscheiden zu müssen.“

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