Mit der aktuellen Verkehrssituation der L 161 in Höhe des Gewerbegebiets Greut und einer eventuellen Erweiterung für zukünftige Ansiedelungen von Unternehmen, befassten sich dieser Tage vor Ort Bundestagsabgeordnete Felix Schreiner, Landrat Martin Kistler zusammen mit Küssabergs Bürgermeister Manfred Weber. Ebenfalls anwesend war die Geschäftsleitung der Feinwerktechnik Hago GmbH, die schon seit einiger Zeit auf die teilweise kritische Verkehrssituation hinweisen.

Das könnte Sie auch interessieren
  • Die Situation: In den vergangenen Jahren wurden Teilbereiche der L 161 in Höhe Ettikon und am Kreisverkehr des Ortseingang Kadelburg durch eine Geschwindigkeitsbeschränkung auf 70 Stundenkilometer entschärft. Die Kreuzung in Höhe der Abbiegespur Richtung Gewerbegebiet Greut wurde ausgelassen. Hier besteht nach wie vor keine Beschränkung. Eine Höchstgeschwindigkeit von Tempo 100 ist zugelassen, was schon oft zu gefährlichen Situationen beispielsweise bei Überholmanövern führte. Seit einigen Jahren setzt sich die Gemeinde und die Geschäftsleitung der Firma Feinwerktechnik Hago GmbH für eine Geschwindigkeitsbegrenzung auf 70 Stundenkilometer ein.

Direkt an der Kreuzung befindet sich auf einer kleinen Verkehrsinsel eine Bushaltestelle. Wartende Personen sind während der Sommermonate zwar recht gut zu sehen, doch im Herbst und Winter erschweren Nebel und Schnee die Sichtverhältnisse. In den vergangenen Jahren hat der Verkehr auf der Strecke deutlich zugenommen. Die Abbiegespur in das Gewerbegebiet wird nicht nur von den Mitarbeitern der dort ansässigen Firmen genutzt. Auch anliefernde Lastwagen und Nutzer der Grünkompostierungsanlage, die ebenfalls dort beheimatet ist, gehören zum täglichen Verkehrsgeschehen.

Das könnte Sie auch interessieren

Das Gewerbegebiet soll auch zukünftig wachsen können. Um den Anfragen nach Bauplätzen für Gewerbebetriebe weiter nachkommen zu können, arbeitet die Gemeinde aktuell an einer Überplanung in Richtung Osten (Kadelburg) um circa 2,5 Hektar.

  • Erweiterung des Gewerbegebiets: „Wir haben uns folgendes überlegt“, eröffnete Bürgermeister Manfred Weber die Vorstellung des bisherigen Lösungsansatzes. Durch eine Erweiterung des Gewerbegebietes könnte eine zweite Linksabbieger-Spur entstehen. Im Zuge der Baumaßnahmen wäre dann eine Verlegung der Bushaltestelle nach hinten möglich. Weiter sollte die in Höhe von Ettikon geltende Geschwindigkeitsbeschränkung von 70 km/h verlängert werden, so dass auch an der Kreuzung zum Gewerbegebiet Greut das Tempolimit gilt.
Das könnte Sie auch interessieren
  • Lob für Idee: Bundestagsabgeordneter Felix Schreiner, der vor allem die aktuelle Situation der Bushaltestelle kritisch sah, lobte die Idee der Gemeinde. „Die neue Planung finde ich gut“, fasste der Bundestagsabgeordnetezusammen. „Wir nehmen die Situation mit und werden nochmal in Gespräche eintreten“, sicherte zudem Landrat Martin Kistler zu. Bürgermeister Manfred Weber wies beim Treffen vor Ort darauf hin, dass bei einer Planung, wie sie vorgestellt wurde, von gut zwei Jahren für ein Bebauungsplanverfahren eingerechnet werden muss. Circa 50 Behörden gilt es zu berücksichtigen und einzubeziehen.